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China wird weltgrößter Solarmarkt

Der Niedergang der Solarwirtschaft ist längst noch nicht zu Ende. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das Analyseunternehmen IHS iSuppli aus den USA. In einer Marktstudie prognostizieren die Experten, dass allenfalls 150 Solarkonzerne die aktuelle Konsolidierung in der Photovoltaikbranche überleben werden. Das bedeutet: Auch die Talfahrt der deutschen Solarwirtschaft ist längst noch nicht zu Ende. 2010 gab es weltweit der Studie zufolge noch 750 Solar-Konzerne.


Solarkraft in Chinas Wüste Lop Nor: Im kommenden Jahr soll das Land – glaubt man den Analysten – weltgrößter Solarmarkt werden. (Foto: Reimer)

Die Untersuchung entbehrt nicht einer gewissen Inkonsistenz: Im Rückblick nämlich legte der globale Photovoltaik-Markt stetig zu. 2010 wurden den US-Daten zufolge 77 Milliarden US-Dollar in Sonnenkraftwerke investiert, im vergangenen Jahr waren es 94 Milliarden Dollar. 2012 sollen es der Erhebung zu Folge wieder mindestens 77 Milliarden sein, im kommenden Jahr dann wenigstens 75 Milliarden US-Dollar – umgerechnet 58 Milliarden Euro. Danach, so die Analysten, steigt das Marktvolumen aber wieder: Schon in zwei Jahren werden demnach 100 Milliarden Dollar Invest-Volumen erreicht.

IHS iSuppli erwartet, dass China im nächsten Jahr zum weltweit größten Solarmarkt aufsteigen wird. Das Pekinger Forschungsministerium hatte vor kurzem seine Ziele für die nächste Runde des Programms "Golden Sun" veröffentlicht. Demnach hat es gemeinsam mit dem Finanzministerium und der nationalen Energieverwaltungsbehörde Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.800 Megawatt bewilligt. In diesem Jahr wird Deutschland noch einmal der weltgrößte Solarmarkt sein: Allein in den ersten neun Monaten wurden hierzulande 6.800 Megawatt Solarkapazität ans Netz gebracht.

klimaretter.info/reni

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