Siemens setzt auf Meeresenergie
Der deutsche Konzern Siemens steigt verstärkt in das Geschäft mit Meeresenergie ein. Beim britischen Gezeitenturbinenhersteller Marine Current Turbines (MCT) hat Siemens jetzt die Mehrheit übernommen. Das kleine Unternehmen aus Bristol mit nur 25 Mitarbeitern hat sich innerhalb von rund zehn Jahren vom Pionier zu einem Technologieführer bei Meeresströmungskraftwerken entwickelt. "Ziel ist es, eine führende Position in diesem Zukunftsgeschäft einzunehmen", gab Siemens am heutigen Freitag bekannt. Bereits im Februar 2010 hatte Siemens 10 Prozent der Firma erworben.

Die Anlage SeaGen vor der Küste Irlands ist das bislang weltweit größte Meeresströmungskraftwerk. (Foto: Siemens)
Meeresströmungskraftwerke sind eine umweltfreundliche Technologie zur Stromerzeugung. Der Vorteil besteht darin, dass die Stromproduktion aufgrund der Gezeitenzyklen vorhersehbar und damit planbar ist. Es handelt sich hier um einen schnell wachsenden Markt - bis 2020 werden zweistellige Wachstumsraten prognostiziert.
Nach eigenen Angaben ist Siemens ist heute der weltweit größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Mit seinem Umweltportfolio, zu dem auch die Gezeitenturbinen zählen, erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 28 Milliarden Euro.
Laut Siemens liegt das weltweite Potenzial für die Stromerzeugung mithilfe von Gezeitenkraftwerken bei 800 Terawattstunden (TWh) jährlich. Das läge rund ein Viertel über dem Gesamtstrombedarf von Deutschland und entspräche drei bis vier Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.
klimaretter.info/tineh
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