Birol: Fossile Subventionen streichen
Der Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, fordert die Streichung von Subventionen für fossile Energien. Die IEA hatte im letzten Jahr gewarnt, die Welt habe 2010 eine halbe Trillionen Dollar an staatlichen Hilfen für fossile Energien aus. Besonders besorgniserregend: Im Vergleich zu früheren Jahren steigen die Subventionen an.

Öl wird meist mit Hilfe staatlicher Gelder gefördert. (Foto: Aram33 / Wikimedia Commons)
Mit Abstand die meisten Subventionen für fossile Energien gibt es im Iran mit über 75 Milliarden. Danach folgen Saudi Arabien und Russland. Birol geht nach Angaben des Guardian davon aus, dass ein Ende der fossilen Subventionen bis 2015 der Atmosphäre 750 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ersparen würde, der Wert würde bis 2035 weiter ansteigen auf 2,6 Milliarden Tonnen. Das alleine würde ausreichen, um die Hälfte der notwendigen Reduktionen für das 2-Grad-Ziel zu erreichen.
Wie schwer jedoch die Streichung fossiler Subventionen praktisch durchzusetzen ist, zeigte sich zuletzt in Nigeria. Die Streichpläne der Regierung führten zu steigenden Spritpreisen und in der Folge zu Massenprotesten. Aber auch in Deutschland tut man sich mit dem Thema nach wie vor sehr schwer: Als die EU-Kommission vor zwei Jahren eine frühere Abschaffung der Steinkohle-Subventionen in Deutschland forderte, hagelte es Proteste aus allen Parteien - inklusive der Grünen.
klimaretter.info/hb
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