Preise für innovativen Klimaschutz
Das Umweltministerium hat gemeinsam mit dem BDI und dem Fraunhofer ISI-Institut den jährlichen Innovationspreis für Klima und Umwelt vergeben. Mit dem Preis ausgezeichnet wurden ein Verfahren zur klimafreundlicheren Herstellung von Zement, eine Methode zur Gewinnung von Gas aus Industrieprozessen, ein Verfahren zur energiesparenden Metallumformung und ein Projekt zum Export von Biogasanlagen nach Tansania.

Bau einer Mini-Biogasanlage in Tansania. (Foto: Ingenieure ohne Grenzen)
Die Produktion von Zement trägt immerhin fünf Prozent zu den globalen Treibhausgasemissionen bei. Verschiedene Firmen bemühen sich um klimaschonendere Alternativverfahren, eine davon ist das Karlsruher Unternehmen Celitement. Mit dem am Karlsruher Institute of Technology entwickelten Verfahren soll die Zementproduktion bei deutlich geringeren Temperaturen und mit weniger Kalkstein erfolgen können. Bislang existiert eine Pilotanlage in Zusammenarbeit mit der Firma Schwenk. Ein kommerzieller Einsatz des neuen Zements steht allerdings bislang noch aus.
Die Firma ecoloop hat ein Verfahren entwickelt, um in Industrieprozessen Synthesegas aus Biomasse oder aus Abfällen zu produzieren. Ein weiterer Preis wurde für ein umweltfreundliches Verfahren der Firma Freudenberg Sealing Technologies zur Metallumformung verliehen. Der Berliner Verein Ingenieure ohne Grenzen liefert kleine Biogasanlagen nach Tansania. Damit sollen vor allem mit Holz befeuerte Kochstellen ersetzt werden.
klimaretter.info/hb
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