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Deutschland wächst und wächst und ...

Die Grenzen des Wachstums - 2011 jedenfalls waren sie in Deutschland wieder nicht erreicht: Nach Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war demnach um 3,0 Prozent höher als im Vorjahr - und schon da hatte es mit einem Plus von 3,7 Prozent ein Rekordwachstum gegeben. Nach Datenlage der DEKA-Bank lag demnach das deutsche Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2011 bei 610 Milliarden Euro. Im 4. Quartal des ersten deutschen Einheitsjahres lag das BIP 1991 noch bei 470 Milliarden Euro. Das bedeutet: Deutschlands Wirtschaft wuchs binnen der letzten 20 Jahre um fast ein Drittel - knapp 30 Prozent.

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Wie der Sprudel aus der Selters: Wirtschaftswachstum bedeutet weltweit immer noch Zunahme der Treibhausgas-Emissionen. Ist nun 2011 in Deutschland erstmals ein Gegentrend beweisbar? (Foto: vdm)

In der Vergangenheit bedeuteten Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt immer auch Zuwächse beim Energieverbrauch.  2011 dürfte dies aber anders sein: Nach Erhebungen des Bundesverbandes der Deutschen Energiewirtschaft (BDEW) sank demnach der Stromverbrauch im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent. BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller nannte neben einer höherern Energie-Effizienz in der Wirtschaft auch das Wetter mit dem milden Winter und dem nicht sehr heißen Sommer als Grund. Der Dezember 2011 war mit einer Produktion von rund 8,5 Milliarden Kilowattstunden aus Windenergieanlagen der erfolgreichste Windmonat seit diese Technologie zur Erzeugung von Strom in Deutschland eingesetzt wird. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung betrug nach BDEW-Angaben 2011 gut 20 Prozent. "Das starke Wachstum der Erneuerbaren Energien erhöht  den Handlungsdruck für den Netzausbau, die Übernahme von Systemverantwortung und die Marktintegration der Erneuerbaren", erklärte BDEW-Chefin Hildegard Müller.

Parallel zum Verbrauch ging auch die Strom-Produktion zurück, wie der BDEW am Mittwoch mitteilte. Allerdings war das Minus trotz des Abschaltens von acht Atomreaktoren mit 2,5 Prozent weniger als 2010 vernachlässigbar. Nach BDEW-Datenlage wurde ein Großteil durch die gestiegene Ökostrom-Produktion ersetzt. Deutschland blieb demnach aber auch 2011 ein Strom-Exporteur.

klimaretter.info/reni

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