Die Abholzer von Oslo
Der größte Investmentfonds der Welt, der norwegische Statspensionsfonds, steht erneut im Zentrum der Kritik von Umweltschützern. Nach Angaben der britischen Environmental Investigation Agency ist der Fonds "an Holz-, Plantagen- und Bergbaufirmen beteiligt, die gegenwärtig große Flächen von Indonesien entwalden".

Regenwald auf Sumatra/Indonesien. (Foto: Fritz Jantschke / WWF)
Norwegen hat sich in den letzten Jahren eigentlich sich einen Ruf als führender Finanzier von Waldschutzprojekten unter dem auf der Klimakonferenz von Bali angestoßenen REDD-System erarbeitet. Dazu gehören auch Investitionen in Brasilien und Indonesien in Millionenhöhe. Nach Angaben der Environmental Investigation Agency beträgt der Wert des Investments in eine nachhaltige Holzbewirtschaftung in Indonesien aber nur ein Drittel von dem in waldzerstörende Investitionen.
Der Pensionsfonds, in dem die norwegischen Ölgewinne angelegt werden, hatte sich nach ähnlichen Anschuldigungen bereits im letzten Jahr von seiner Beteiligung am der malaysischen Firma Samling Global, die ebenfalls Holzfällung betreibt, zurückgezogen. 2008 erfolgte der Rückzug vom Bergbaukonzern Rio Tinto wegen dessen umweltgefährdenden Geschäften. Der Fonds, der mittlerweile Beteiligungen an mehr als 8.000 Unternehmen hält, ist zu Transparenz und ethischem Investment verpflichtet.
klimaretter.info/mare
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