Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

EU schiebt Finanzmarktsteuer an

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) findet sie gut, die Schauspielerin Heike Makatsch wirbt für sie und Bill Gates soll das Konzept erarbeiten: Die sogenannte Finanzmarkt-Transaktionssteuer könnte Milliarden für die weltweite Armutsbekämpfung und für Anpassungsmaßnahmen an die Erderwärmung einbringen. Jetzt hat die Kommission nach Angaben des bündnisgrünen Europa-Abgeordneten Sven Giegold überraschend einen Vorschlag zur  Einführung beschlossen.

Aus Washington Tom Löbe (IPS), aus Berlin Nick Reimer

"Heute Abend hat die EU-Kommission den Vorschlag für die Finanzmarkt-Transaktionssteuer beschlossen", erklärt der bündnisgrüne Abgeordnete Sven Giegold. Gedacht ist die Steuer zur Finanzierung von Klima-Anpassungsmaßnahmen und Armutsbekämpfung. Giegold: "Jetzt muss die Umsetzung kommen."


Auf ihm ruhen große Hoffnungen - Bill Gates, hier mit Ehefrau Melinda. (Foto: Wikipedia)

Offenbar will auch Microsoft-Gründer Bill Gates die Einführung der Finanztransaktionssteuer unterstützen. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte den Milliardär im Februar darum gebeten, für den im November stattfindenden Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Cannes Vorschläge zur Mittelbeschaffung für Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung auszuarbeiten - in Form eines Berichtes. Gates hatte zwar bereits im vergangenen Jahr die Reduktion der Klima-Emissionen der Welt auf Null zu einer seinen "Prioritäten" erklärt, irritiert jedoch immer wieder auch mit fragwürdigen Thesen zur Energie der Zukunft, Gentechnik oder Geoengineering.

Nach Ansicht von Beobachtern würde der Rückhalt durch Gates Sarkozy wesentlich dabei helfen, insbesondere die skeptischen EU-Staaten zur Billigung der sogenannten Robin-Hood-Steuer zu bewegen. Sarkozy hatte den ehemaligen Chef des Software-Imperiums zu Rate gezogen, um die in vielen Ländern nach der Finanzkrise 2008/09 vorgenommenen Kürzungen bei der öffentlichen Entwicklungshilfe abzufedern.

Wenn sich die G20-Mitglieder und weitere Länder auf die Grundzüge einer Finanztransaktionssteuer einigten, könnte der Bericht von Gates wichtige Finanzmittel generieren. Einen ersten Aufschlag hat Gates am 23. September der Weltbank vorgelegt und in diesem angekündigt: "Der Bericht an die G20 wird auf die kontroversen Aspekte des Vorschlags eingehen und zugleich für substanzielle Entwicklungshilfe werben". Autor des Kommentars soll Geoffrey Lamb sein, der als Berater für die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung in Seattle tätig ist. Die gemessen an ihren Einlagen größte private Stiftung der Welt setzt sich für Neuerungen in den Bereichen Entwicklung und Gesundheit ein.

Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe prognostiziert

"Nach manchen Planungsmodellen könnte bereits eine niedrige Steuer von zehn Basispunkten auf Aktienkapital und zwei Basispunkten auf Anleihen in den G20-Staaten etwa 48 Milliarden US-Dollar und in den wirtschaftlich stärkeren EU-Staaten neun Milliarden Dollar hervorbringen", heißt es in einem Bericht an die Weltbank. Andere Berechnungen kommen sogar auf Steuereinnahmen von 100 bis 250 Milliarden Dollar, insbesondere wenn Derivate eingeschlossen werden.

Sollte ein großer Teil dieser Einkünfte für die Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt werden, könnte dies einigen Geberländern dabei helfen, ihren eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, lautet die Schlussfolgerung.

Auch unabhängige Entwicklungshilfeorganisationen halten Gates' Position für hilfreich. "Das Steuerschiff ist in See gestochen, und der reichste Mann der Welt ist an Bord", sagte Richard Gower von Oxfam International. "Wir halten Kurs auf eine Einigung, die Milliarden Dollar liefern wird, mit denen die armen Länder gegen die Armut und den Klimawandel kämpfen können." Auch in Deutschland gibt es Unterstützung für eine Finanztransaktionssteuer: Auf der Berlinale im vergangenen Jahr hatten beispielsweise die Schauspieler Heike Makatsch und Jan Josef Liefers mit einem Filmspot der Kampagne Steuer gegen Armut für mehr Engagement gegen die Armutsbekämpfung geworben.

Sarah Anderson von der Denkfabrik Institute for Policy Studies in Washington betrachtet es als wichtige Unterstützung, wenn Gates eine solche Steuer als realistisch bewertet. Anderson nahm während der vergangenen sechs Monate an den von der Gates-Stiftung organisierten Beratungen teil. "Wir freuen uns, die Finanztransaktionssteuer in 'Gates tax' umzubenennen", erklärte sie.

20657_102618676436697_100000656947126_77674_6647269_n_cr
Die Tobin-Steuer als größte Finanzaufgabe aller Zeiten - und frei nach Robin Hood für einen guten Zweck. (Foto: Robinhoodtax)

Steuern auf Finanztransaktionen gab es bereits vor mehreren hundert Jahren, und nach den Wirtschaftskrisen in Asien und Russland in den neunziger Jahren gewann die Idee wieder an Zugkraft. Wirtschaftsnobelpreisträger James Tobin schlug 2001 die Einführung einer Finanztransaktionssteuer vor, um zu verhindern, dass kurzfristige Spekulationen weitere Krisen auslösen.

Die jüngste Finanzkrise, die vor drei Jahren mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehmann Brothers begann, gab den Plänen für eine Finanztransaktionssteuer weiteren Aufschwung. Das Thema wurde von Frankreich und Deutschland 2009 auf dem Gipfel in Pittsburgh auf die Agenda gesetzt.

Obama ließ sich Steuer wieder ausreden

Der Pulitzer-Preisträger Ron Suskind schreibt in seinem neuen Buch 'Confidence Men', dass US-Präsident Barack Obama eine Finanztransaktionssteuer zunächst befürwortet habe. Der damalige Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Lawrence Summer, habe ihn dann aber von diesem Vorhaben abgebracht.

Auch Großbritannien war unter der Labour-Regierung ein Befürworter einer Finanztransaktionssteuer. Inzwischen geht von dem Inselstaat jedoch der größte Widerstand innerhalb der EU aus. Großbritannien fürchtet unter anderem, dass eine solche Steuer London um die Position eines der weltweit wichtigsten Finanzplätze bringen könnte.

Frankreich und Deutschland gehören dagegen nach wie vor zu den großen Verfechtern der 'Robin-Hood-Steuer'. Finanzminister Wolfgang Schäuble drang erst kürzlich darauf, die Steuer so rasch wie möglich einzuführen.

makatsch-transaksteuer-still
Heike Makatsch im Film für die Robin-Hood-Steuer, der auf der Berlinale gezeigt wurde. Per Klick gehts zum FIlm. (Foto: Verleih)

Der Löwenanteil der Steuereinkünfte würde von den Ländern für interne Zwecke eingesetzt. Anhänger einer solchen Finanztransaktionssteuer fordern aber, dass die sieben reichsten Industriestaaten (G7) mit diesen Zusatzeinnahmen den armen Ländern verstärkt bei der Entwicklung und bei der Anpassung an den Klimawandel helfen. Denn bereits vor den jüngsten Finanzkrisen waren wichtige Geberländer nicht mehr in der Lage, ihre Zusagen einzuhalten.

Gates will auch Raucher stärker zur Kasse bitten


Gates setzt sich nicht nur für eine Finanztransaktionssteuer, sondern auch für eine wesentliche Erhöhung der Tabaksteuer ein. Sollte diese Änderung in den G20-Ländern und in der übrigen EU durchgesetzt werden, rechnet er laut den Anmerkungen zu dem bei dem Weltbank- und IWF-Treffen vorgelegten Bericht mit Mehreinnahmen von 170 Milliarden Dollar jährlich. Ein kleiner Teil davon sollte demnach als "Solidaritätsbeitrag" an Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation weitergeleitet werden.

Industrieländer sollen Klimahilfen für arme Länder nicht als Kredite zur Verfügung stellen: Das forderte die Entwicklungsorganisation Oxfam zu Beginn der UN-Klimaverhandlungen in Bonn 2010. Finanzielle Hilfen müssten als Zuschüsse an die Entwicklungsländer gehen. Nach UN-Schätzungen sind bis 2020 jährlich mindestens 100 Milliarden US-Dollar nötig, um Entwicklungsländern bei Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen zu unterstützten. Eine Quelle: Die Finanztransaktionssteuer. Eine andere: hohe Steuern auf Schiffstransporte und Flugzeugbenzin.

Allerdings: Ob die Finanztransaktionssteuer tatsächlich für mehr Gerechtigkeit auf der Welt sorgen wird, bleibt fraglich: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist zwar davon überzeugt, dass eine Abgabe auf Finanzgeschäfte viel Gutes bringen würde. Sie würde ziemlich viel Geld in die klammen öffentlichen Kassen spülen und so für etwas mehr Gerechtigkeit bei der Begleichung der Kosten für die Bankenrettung sorgen. Nach Klima- und Entwicklungshilfen klingt das nicht.

 

Zur weiteren Information:

- Der Gesetzentwurf der Kommission.
- Eine Zusammenfassung und die offizielle Folgenabschätzung (Impact Assessment) der Kommission
-  Antworten auf häufig gestellte Fragen 

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 22. Januar 2013, 15:52 Uhr
Weg frei für Finanztransaktionssteuer
makatsch-transaksteuer-stillWeltbank hält 50 Milliarden Dollar Steueraufkommen für möglich [mehr...]
Samstag, 19. Februar 2011, 17:54 Uhr
Bill Gates soll G20 beraten
G20 Finanzminister zeigen sich nach ihrem Treffen "sehr zufrieden". Ausgerechnet Microsoft-Milliardär Bill Gates soll die großen Industrie- und Schwellenländer in Sachen Klimafinanzen für Entwicklungsländer beraten.
Von Sarah Messina [mehr...]
Samstag, 05. November 2011, 11:01 Uhr
"Die G20 zerstören unsere Zukunft"
Menschen zuerst, dann die Finanzen! Unter diesem Motto protestierten tausende Globalisierungskritiker in Nizza gegen den G20-Gipfel. Statt sich mit drängenden Fragen der Menschheit wie dem Klimawandel oder dem Welthunger zu befassen, kümmern sich die Regierungschefs lieber um die Rettung von Banken und schachern um neue Milliardenkredite, so die Kritik der Gipfelgegner.
Aus Paris Susanne Götze  [mehr...]
Montag, 18. Juni 2012, 10:54 Uhr
'Märkte als menschliche Konstruktion'
In der ersten und zweiten industriellen Revolution hat sich durch den Einsatz von Maschinen und Automaten die Arbeitsproduktivität verzehnfacht. In einer dritten industriellen Revolution muss dies nun für den Produktionsfaktor "Umwelt" gelingen. Und genau das verspricht die Green Economy, über die ab heute in Los Cabos, Mexiko, auf dem Treffen der G20-Staatschefs beraten werden soll.
Aus Bangkok Christian Mihatsch
[mehr...]
Freitag, 04. November 2011, 17:38 Uhr
Akropolis statt Agrosprit bei G20
Auf dem letzten Gipfel gaben die G20 eine Studie zum Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelkrise und Agrosprit in Produktion - der jetzt in Cannes keine Rolle mehr spielt [mehr...]
Freitag, 09. Dezember 2011, 10:54 Uhr
Bill Gates und China wollen Reaktor bauen
Der gemeinsame Nuklearplan: "Preiswert, sehr sicher und nur wenig Müll" [mehr...]
Freitag, 01. Oktober 2010, 10:21 Uhr
Die "einzigen linken Energiequellen“
photovoltaik-spandau-jotNur der Übergang zu regenerativen Energien könne und werde zwangsläufig die Macht der großen Konzerne brechen, sagt Eurosolar-Präsident Hermann Scheer. "Die Energiequelle bestimmt das Energiesystem." [mehr...]
Sonntag, 17. Juni 2012, 16:42 Uhr
Die Welt: zu 28 Prozent einig
Während es "drinnen" im Verhandlungszentrum weiterhin keinen Durchbruch zum Vertragstext gibt, begann "draußen" der Völkergipfel mit Protesten gegen Brasiliens Mega-Staudamm-Projekt Belo Monte. Unter den  190 verhandelnden Ländern gibt es -Stand Sonntag-Abend - Einigkeit nur über 28 Prozent der Abschlusserklärung des kommenden Gipfels. Und die Zeit drängt.
Aus Rio de Janeiro Gerhard Dilger [mehr...]
Mittwoch, 09. März 2011, 10:52 Uhr
EU-Parlament für Finanzsteuer
Auch wenn die EU "den ersten Schritt" machen muss: EU-Abgeordnete sprechen sich für die Einführung der Finanztransaktionssteuer aus [mehr...]
Freitag, 04. November 2011, 17:34 Uhr
Emissionsdaten "schockieren" Klimaschützer
Nach dem US-Bericht zu den Treibhausemissionen 2010: WWF fordert von G20 endlich Taten [mehr...]
Sonntag, 03. Oktober 2010, 14:04 Uhr
Energie für Rot-Rot-Grün
powertothepeople_1009_topAtomausstieg, Klimagerechtigkeit, weniger Macht für die großen Stromkonzerne: Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei glauben, dass sich ihre Vorstellungen einer guten Energiepolitik stark ähneln. Im Detail könnte es dennoch die ein oder andere Meinungsverschiedenheit geben – zum Beispiel bei einem "Grundrecht auf Energie". Aus Berlin Felix Werdermann [mehr...]
Dienstag, 13. März 2012, 19:37 Uhr
Finanzminister legen Robin-Hood-Steuer auf Eis
Keine Finanztransaktionssteuer: Dänemark soll bis Sommer Kompromisse ausloten   [mehr...]
Mittwoch, 09. Juni 2010, 16:24 Uhr
G20 sollen Subventionen abbauen
g20-1gp.jpg OECD-Studie: Kohlendioxid-Emissionen könnten durch das Auslaufen lassen von Staatshilfen für fossile Energieträger um zehn Prozent gedrückt werden [mehr...]
Donnerstag, 26. Mai 2011, 16:54 Uhr
G8 diskutieren AKW-Sicherheit
Staats- und Regierungschefs treffen sich zum Arabischem Frühling, Internet und Atomkraft [mehr...]
Sonntag, 26. September 2010, 12:44 Uhr
Gebäudesanierung wird nun doch gefördert
dachNoch zwei Tage bis zum Beschluss des schwarz-gelben Energiekonzepts: Für Hausbesitzer soll es 2011 nun plötzlich wieder Fördermittel geben. Dabei hatte der Finanzminister doch gerade erst alle Sanierungsprogramme zusammengestrichen. Von Nick Reimer [mehr...]

Werbung

Meinungen: Kommentar

Die Öko-Energie boomt, aber nicht genug

FotoEin neuer UN-Report zeigt: Die Invesitionen in erneuerbare Energien gehen weltweit zurück. Doch der Schein trügt. Weil letztere immer billiger werden, sprießen immer mehr Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus dem Boden. Damit die Erneuerbaren aber in näherer Zukunft einen gewichtigen Teil der Energieerzeugung weltweit tragen können, muss der Boom beschleunigt werden. Die Bundesregierung sollte statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

Meinungen: Überraschung der Woche

Volkes Begehren, Brüderle und sehr viel Wasser

FotoKalenderwoche 24: Nach dem Volksentscheid in Berlin: Die Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an den Netzrückkauf bei vielen Menschen geweckt werden, sind nicht umzusetzen, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]

mehr...

Dossier zur Bundestagswahl

Bundestagswahl 2013Ob Stromkosten, EEG-Reform oder Fracking – Energie- und Klima-Themen bestimmen den Wahlkampf mit. Damit Sie den Überblick behalten, begleiten wir Sie bis zur Bundestagswahl mit Kommentaren, Politiker-Interviews und aktuellen Nachrichten. Außerdem gibts ein paar Überraschungen. [hier gehts zum Wahl-Dossier...]

Industrieanlage
Serie

Die Debatte zur Zukunft des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...]


Aktion des Monats

Fossile Kraft­werke weltweit kartieren

Klimaforscher bauen mit Hilfe der Netz- Gemeinde eine globale Datenbank über fossile Kraftwerke auf. Auch für Deutschland fehlen noch Angaben. Wer internationale Kontakte hat oder im Urlaub ein Kraftwerk sieht, ist ebenfalls gefragt. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]

Werbung

Daimler: Generation Verarsche

Deutschlands nobelster Autobauer hat gerade eine neue Anzeigenkampagne gestartet. Mit dieser Darstellung: Na? Geht Ihnen eine Energiesparlampe auf? Nein, das abgebildete Ding ist nicht der neue Stern, der Daimlers Benzen vorne auf den Kühlergrill geschraubt wird. Es handelt sich auch[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Foto
Umweltausschuss billigt Backloading

2. Anlauf mit Erfolg: Ausschuss stimmt für einen Kompromissvorschlag zur Reform des europäischen Emissionshandels [mehr...]
Energie

Foto
Neues Gaskraftwerk stillgelegt

Statkraft eröffnete heute seinen effizienten Neubau, fuhr ihn aber wegen der Strompreise nicht an [mehr...]
Protest

Foto
Kohlegegner fordern Abbaustopp

Vattenfall soll auf neue Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz verzichten, verlangen Bürger und Organisationen der Region [mehr...]
Wirtschaft


EnBW will sich mit Macht erneuern

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern will Milliarden investieren, um den Windkraft-Anteil bis 2020 zu verdreifachen [mehr...]
Mobilität

Foto
Fortschritt: 1 Ladestation für 2 E-Autos

Ladestationen für E-Autos erhalten einheitliche ID-Codes. Zahl der Stationen stark angewachsen [mehr...]
Forschung


Fracking ist ein Biodiversitäts-Risiko

Schiefergas-Fracking ist eine größere Gefahr für die biologische Vielfalt als bisher gedacht, ergibt eine erste Risikobewertung in den USA [mehr...]
Umwelt

Foto
TÜV warnt Solaranlagen-Besitzer

Vorsicht bei Überflutung: Photovoltaik-Anlagen könnten zu Stromschlag oder Explosion führen [mehr...]
Ernährung

Foto
Schweres Jahr für Agrarwirtschaft

Deutscher Wetterdienst: Nasses, kaltes Frühjahr verzögerte das Wachstum der Pflanzen und behinderte die Arbeit der Landwirte [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Die Öko-Energie boomt, aber nicht genug

Ein neuer UN-Report zeigt: Die Invesitionen in erneuerbare Energien gehen weltweit zurück. Doch der Schein trügt. Weil letztere immer billiger werden, sprießen immer mehr Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus dem Boden. Damit die Erneuerbaren aber in näherer Zukunft einen gewichtigen Teil der Energieerzeugung weltweit tragen können, muss der Boom beschleunigt werden. Die Bundesregierung sollte statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte


Kein Mut zur unbequemen Wahrheit

Die Enquete-Kommission hat die Chance zur Wachstums-Wende verpasst. Der tausendseitige Schlussbericht, der heute im Bundestag verabschiedet wird, enthält viel Wahres – doch der Teufel steckt nicht im Detail, sondern in der großen Linie: Deutschland soll weiter die Hymne des Wachstums mitsingen, als gäbe es keine Grenzen.
Ein Standpunkt von Tilman Santarius
[mehr...]
Rezension

Foto
Afrikas Atom-Zukunft und die Zweifel

In Deutschland ist der Atomaustieg beschlossene Sache. In vielen Ländern Afrikas deutet alles darauf hin, dass ausgerechnet Atomenergie der Pfad der Zukunft sein soll. Der Regisseur Marcel Kolvenbach zeigt in seinem Dokumentarfilm "Atomic Africa", welche Bedeutung Atomenergie für die Bevölkerung vor Ort hat.
Eine Rezension von Laura-Sophia Schulz
[mehr...]
Kolumnen


Ein Klub, keine Eile

Die Gründung des "Clubs der Energiewendestaaten" ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber der Club muss auch liefern. Sonst erweist sich die Bundesregierung einmal mehr als "Ankündigungsclub der Energiewende" – diesmal nicht nur national, sondern auch international. Umweltminister Altmaier lässt bisher nicht klar erkennen, welchen klimapolitischen Mehrwert er zu bestehenden Institutionen und Initiativen schaffen will.
Von Hermann Ott
[mehr...]
Überraschung der Woche

Foto
Volkes Begehren, Brüderle und sehr viel Wasser

Kalenderwoche 24: Nach dem Volksentscheid in Berlin: Die Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an den Netzrückkauf bei vielen Menschen geweckt werden, sind nicht umzusetzen, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]