Düsseldorf: Die Ampel ist vom Tisch
Sondierungsgespräche von SPD, FDP und Grünen über eine Ampelkoalition in Nordrhein-Westfalen sind gescheitert: FPD-Landeschef Andreas Pinkwart sagte, vor allem in der Schul- und Energiepolitik habe es zu große Differenzen gegeben.

Große Koalition in Düsseldorf? Die CDU will Rüttgers an der Spitze sehen. (Foto: CDU NRW)
Ähnlich äußerten sich nach fast 18 Stunden Sondierung auch SPD-Landeschefin Hannelore Kraft und Grünen-Vorsitzende Sylvia Löhrmann. Das Gesprächsklima sei gut gewesen, gibt der WDR Löhrmann wieder, klimapolitisch sei jedoch nicht genug Bewegung von der FDP ausgegangen. SPD und Grüne haben zwar offenbar das Angebot ausgesprochen, die Sondierungen am Freitag fortzuführen, das wurde jedoch von der FDP abgelehnt.
Die SPD will nun am Freitagnachmittag beraten, ob Koalitionsverhandlungen mit der CDU begonnen werden sollen. Die CDU hatte bei den Sondierungsgesprächen vor einer Woche deutlich gemacht, dass sie eine Große Koalition nur mit Jürgen Rüttgers als Ministerpräsidenten eingehen will. Rüttgers hatte am Donnerstag Entgegenkommen in Einzelfragen signalisiert. Kraft hatte dagegen weitere Sondierungen mit der CDU noch am Donnerstag ausgeschlossen.
Seit vier Wochen wird in NRW über die neue Regierung sondiert, nachdem weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün eine Mehrheit erreichen konnten. Umweltschützer hoffen auf einen neuen energie- und klimapolitischen Kurs der kommenden Landesregierung, nachdem die schwarz-gelbe Regierung vor einigen Monaten etwa einen Klimaschutzparagraphen aus dem Landesentwicklungsplan gestrichen hatte, um dem gerichtlich gestoppten Kohlekraftwerksprojekt in Datteln den Weg zu ebnen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte die Änderung des Landesentwicklungsplans erst am Donnerstag als "rechtswidrig und anachronistisch" kritisiert.
© wir-klimaretter.de/sam
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