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12 Tipps für nachhaltiges Wohnen

Das Eis an den Polen schmilzt immer schneller, das Klima erwärmt sich – und der Umweltschutz wird, ausgenommen beim US-Präsidenten – mehr und mehr zum Thema. Wurden Nachhaltigkeit und Umweltschutz vor zehn Jahren noch belächelt oder gar verspottet, zeigt sich mittlerweile sogar ein Trend in Richtung Sustainability – mit ein paar einfachen Tipps und Tricks kann das auch beim Wohnen leicht gelingen.

Von Stefan Gassner, Geschäftsführer von SAGE Immobilien in Zell am See

Bild1. Kühlen Kopf bewahren

Im Winter, Herbst und Frühjahr die Wohnung tagtäglich auf 24 Grad aufzuheizen ist nicht unbedingt notwendig und im Übrigen auch nicht gerade gut für den Geldbeutel. Erwiesenermaßen schläft man in kühlen Räumen besser, und wenn man nicht gerade den ganzen Tag zuhause ist, spürt man die kühleren Temperaturen ohnehin nicht. Nur ein Grad weniger spart schon sechs Prozent an Energie. Wer den Thermostat von 24 auf 20 Grad runterdreht, hat es immer noch angenehm, spart aber rund ein Viertel an Heizenergie. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt aus und das Konto freut sich.

2. (Richtig) duschen statt voller Badewanne

Ein Vollbad ist angenehm und darf auch ab und zu mal sein. Dennoch sollte man die meiste Zeit lieber duschen – und dabei das Wasser abdrehen, beispielsweise beim Einseifen. Das gilt übrigens auch fürs Zähneputzen: Währenddessen das Wasser aus dem Hahn weiter laufen zu lassen ist zum einen nicht nötig und zum anderen verschwindet dadurch viel ungenutztes Trinkwasser im Abfluss.

3. Richtig abspülen

Wer zu den Menschen gehört, die dreckiges Geschirr partout nicht leiden können, wirft wahrscheinlich schnell mal den Geschirrspüler an, egal, ob dieser erst halb voll ist. Lieber richtig vollfüllen und alles auf einmal spülen lassen. Das spart sowohl Energie als auch Wasser.

4. Smarte Essenspläne erstellen

Wer gezielt einkaufen geht, muss weniger wegwerfen. Es kann sich also lohnen, vorab Essenspläne für die Woche aufzustellen und genau das einzukaufen, was für die geplanten Mahlzeiten benötigt wird. Produkte, die sich gut lagern lassen, wie etwa Reis oder Haferflocken, kann man natürlich auf Vorrat kaufen, Obst und Gemüse sollte man lieber öfter und dafür in kleineren Mengen kaufen. Gerne auch beim regionalen Anbieter um die Ecke!

5. Glas, Karton und Jute statt Plastik

Wo wir schon beim Einkaufen sind: Die Plastiktüte hat ausgedient. Besser ist es, Jutebeutel mitzunehmen. Die kosten nicht viel, sind leicht und lassen sich in jeder Tasche verstauen. Umweltfreundlich sind sie noch dazu. Bei Getränken sollten Pfandflaschen aus Glas bevorzugt werden. Cool sind auch verpackungsfreie Supermärkte, die es in fast jeder größeren Stadt gibt. Es lohnt sich einfach, sich ein wenig über solche Shoppingmöglichkeiten in der Nähe zu informieren. Frischhaltedosen oder Einmachgläser nicht vergessen!

6. Nachhaltige Möbel statt Billiglösungen kaufen

Schon bei der Wohnungseinrichtung kann man vieles richtig machen. Wer zum Beispiel auf Tropenholz verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn dieses Holz wird meist unter katastrophalen Umwelt- und Sozialbedingungen abgeholzt und muss über tausende Kilometer transportiert werden. Besser sind heimische Möbel-Alternativen in Eiche oder Zirbe aus kontrolliertem Anbau. Die sehen genauso schick aus, sind langlebig und noch dazu deutlich nachhaltiger.

7. Zu Ökostrom wechseln

Grüner Strom ist besser für die Umwelt und oft sogar günstiger. Hier kann es sich lohnen, die Preise zu vergleichen. Auch Sonnenpaneele sind eine nachhaltige Investition, die sich lohnt.

8. Nicht benötigte Geräte vom Netz nehmen

Hohe Stromrechnungen sind nicht nur dem Geldbeutel ein Dorn im Auge, sondern auch der Umwelt. Mehrfachstecker, bei denen man den Strom abschalten kann, lohnen sich da sehr. Wird ein Gerät nicht benötigt, wird es einfach vom Stromkreis getrennt.

9. Ökologisch putzen

Chemiekeulen schaden den Schleimhäuten und sind auch schlecht für die Umwelt, wenn sie ins Abwasser gelangen. Besser ist es, auf biologisch abbaubare Reinigungsmittel zu setzen, die weniger Allergien auslösen und die Haut weniger reizen.

Vor allem im Kinderzimmer sollte man auf aggressive Putzmittel verzichten. Übrigens schadet es auch nicht, die Kinder in das Saubermachen einzubeziehen. So lernen sie bereits früh, wie man für Ordnung sorgt und nachhaltig putzt. Und noch ein Tipp: Wie wäre es beim Kinderspielzeug mit biologischen Alternativen statt Plastik und Kunststoff? Holz ist nicht voller gefährlicher Weichmacher und hält meist mehreren Generationen stand!

10. Wiederverwendbare Produkte

Der schlimmste Feind der Nachhaltigkeit sind Einwegprodukte. Sie gehen auf Dauer nicht nur ins Geld, sondern produzieren auch viel unnötigen Müll. Statt Wattepads und Abschminktüchern gibt es Mikrofaser-Tücher, die man waschen und wiederverwenden kann. Auch Putztücher aus Stoff sind deutlich nachhaltiger als die gute alte Küchenrolle. Papierservietten sollten sowieso der Vergangenheit angehören.

11. Erst riechen, dann wegwerfen!

Allein in Deutschland sollen jedes Jahr rund 18,4 Millionen Tonnen Nahrung im Müll landen – rund zehn Millionen Tonnen davon wären sogar noch heute vermeidbar, ohne Einsatz neuer Technologien. Der Grund, weshalb so viel Essen weggeworfen wird, ist nämlich, wie so oft, der Verbraucher.

Natürlich, schimmliges Brot oder stinkenden Fisch sollte man definitiv nicht mehr essen. Aber etwas weiche, aber noch gute Erdbeeren einfach wegzuwerfen ist Verschwendung. Obst und Gemüse, das nicht mehr so schön, aber noch genießbar ist, kann man super zu Smoothies oder Suppen verarbeiten – da fallen die Druckstellen nämlich nicht auf.

Auch sollte man sich nicht vom Mindesthaltbarkeitsdatum abschrecken lassen. Einen Joghurt, der dieses Datum bereits überschritten hat, aber noch gut riecht, kann man durchaus noch essen. Der Instinkt sagt einem, ob etwas noch gut ist oder nicht.

12. Secondhand-Mode kaufen

Die nachhaltigste Art, Mode zu kaufen, ist, gar nicht erst neue produzieren lassen zu müssen. In Secondhand-Läden finden sich oft wahre Schätze von namhaften Designern zu günstigeren Preisen, und diese It-Pieces sind noch dazu nachhaltig. Übrigens: Auch bei Möbeln sind Secondhand oder Upcycling im Trend.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und so angesagt wie noch nie. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich für seine mitgebrachten Jutebeutel und die Secondhand-Mode schämen musste – ein sehr erfreulicher Trend zugunsten unseres Planeten. Die oben genannten Tipps sind kleine, leicht umsetzbare Helfer für mehr Nachhaltigkeit im Alltag und in den eigenen vier Wänden.

BildMit heimischen Hölzern aus kontrollierten Quellen sehen Möbel genauso schick aus, sind langlebig und deutlich nachhaltiger. (Foto: SAGE Immobilien)

Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit der SAGE Immobilien GmbH in Zell am See in der Rubrik Advertorials erschienen.

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