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Besser Holz aus der Heimat als aus den Tropen

Verbraucher, denen die Umwelt am Herzen liegt, sollten von Tropenholz grundsätzlich Abstand nehmen. Stattdessen sollte sie den Blick auf heimische Massivhölzer richten, die mit nahezu identischen Vorzügen aufwarten.

Von Hannes Bodlaj, Geschäftsführer LaModula

BildHölzer, die aus subtropischen und tropischen Gegenden sowie generell aus Asien oder Afrika kommen, stoßen bei der Holzindustrie und den Verbrauchern wieder zunehmend auf Interesse. Tropenholz lässt sich auf den ersten Blick günstig gewinnen und spricht Käufer an, die sich widerstandsfähiges und haltbares Holz wünschen. Die Hölzer gelten als enorm dauerhaft.

Dass das Ganze auf Kosten von Umwelt und Menschen geschieht, gerät dabei schnell in Vergessenheit. Im Vordergrund steht bei der Kritik die kontinuierliche Abholzung der Regenwälder, die zum wichtigsten Ökosystem der Erde überhaupt zählen. Die meisten Tropenholzarten werden in den letzten verbliebenen Rückzugsgebieten für viele Tier- und Pflanzenarten gewonnen, in denen häufig indigene Völker ums Überleben kämpfen. Die Holzproduktion nimmt ihnen immer größere Teile ihres Lebensraums.

Nicht einmal Aufforstung betreibt die Industrie nach der Rodung. Es ist auch nicht möglich, den Regenwald "nachhaltig zu nutzen", obwohl das den Verbrauchern immer wieder versprochen wird.

Hinzu kommen die weiteren Probleme bei der Nutzung von Tropenholz: lange Transportwege, die eine zusätzliche Umweltbelastung sind, schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne für die Arbeiter vor Ort, die Zerstörung des Urwaldbodens und der Pflanzen beim Erschließen der Rodungs-Gebiete, die fehlende Einhaltung von Landrechten und Naturschutzgesetzen in den betroffenen Regionen. Bei tropischen Hölzern handelt es sich zudem oft selbst um gefährdete, seltene Holzarten.

Heimische Hölzer als bessere Alternative

Nicht nur der Umwelt zuliebe lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf Holzarten in den heimischen Regionen zu lenken. Bei ihnen handelt es keineswegs um eine schlechtere Wahl, wenn man widerstandsfähige, robuste Hölzer im Blick hat. Im Gegenteil: Buche, Fichte, Ahorn oder Eiche überzeugen ebenfalls durch Eigenschaften, die sie für die Möbelproduktion oder für Bauvorhaben geeignet machen.

Allerdings muss man auch beim Kauf heimischer Hölzer auf die Umweltbilanz achten. Am besten entscheidet man sich ausschließlich für Holz, das mit dem FSC- oder PEFC-Siegel versehen ist. Diese Label verweisen auf eine nachhaltige, ökologische Holzgewinnung. Wälder werden anschließend wieder aufgeforstet, Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensraum nicht eingeschränkt.

Wer sich ein widerstandsfähiges und flexibel einsetzbares, heimisches Holz wünscht, sollte sich beispielsweise auf Eiche orientieren. Hierbei handelt es sich um einen Holz-Klassiker, der sich bei der Anfertigung von Möbeln oder auch bei Bauvorhaben bewährt hat. Eiche ist ein robustes, hochwertiges Holz, das sich unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen wie Frost, Nässe oder Sonneneinstrahlung zeigt. Es wird besonders gern für den Gartenbereich genutzt, um das Holz direkt im Erdreich und sogar unter Wasser zu verbauen.

Auch aus der Möbelindustrie ist Eiche kaum noch wegzudenken. Das liegt nicht nur an der Stabilität, sondern auch daran, dass das Material Schutzlasuren oder Lacke gut aufnimmt.

Verbraucher, denen die Umwelt am Herzen liegt, sollten von Tropenholz grundsätzlich Abstand nehmen. Auch wenn das Holz zu scheinbar erschwinglichen Konditionen mit schöner Optik und Langlebigkeit lockt – die schlechte Umweltbilanz spricht klar dagegen. Wer Tropenhölzer kauft, unterstützt de facto die kontinuierliche Zerstörung der Regenwälder, die als wichtiges Ökosystem unbedingt zu erhalten sind. Stattdessen sollten man den Blick auf heimische Massivhölzer richten, die mit nahezu identischen Vorzügen aufwarten.

BildMöbel aus einheimischen Hölzern sind genauso ansprechend wie die aus ökologisch wie sozial fragwürdigem Tropenholz. (Foto: LaModula)

Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit dem Online-Versand LaModula in der Rubrik Advertorials erschienen.

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