Dürre im Südpazifik

Mit dem Klimawandel häufen sich die Extremwetterereignisse. Während Thailand derzeit eine Jahrhundertflut droht, ruft der südpazifische Inselstaat Tuvalu aufgrund von Trinkwassermangel den Notstand aus. Mangelnde Regenfälle im vergangenen Jahr und der steigende Meerespiegel haben das Trinkwasserkontingent so stark angegriffen, dass Tuvalu jetzt auf Hilfe von außen angewiesen ist. Neuseeland hat bereits Trinkwasser und Entsalzungsanlagen eingeflogen. Betroffen sind auch der benachbarte Inselstaat Samoa sowie das von Neuseeland abhängige Atollgebiet Tokelau. Nachdem Samoa Tokelau zunächst noch mit Trinkwasserlieferungen aushelfen konnte, muss es nun auch seine Vorräte rationieren. 


Bedrohte Idylle auf Samoa: Neben dem drohenden Untergang haben die südpazifischen Inseln jetzt auch unter Dürre zu leiden. (Foto: flickr/ssr.ist4u)

"Der Klimawandel ist ein zentrales Thema für die Pazifikregion und für viele der kleineren Inselstaaten", sagte ein Mitarbeiter des australischen Roten Kreuzes dem Magazin Economist. "Gemeinsam mit den Malediven ist Tuvalu hier besonders stark betroffen."

Die Dürre, mit der die südpazifischen Inselstaaten derzeit zu kämpfen haben, ist neben dem Anstieg des Meeresspiegels eine zusätzliche Folge des Klimawandels. In der Debatte darum, wer für die Extremwetterereignisse verantwortlich ist und demzufolge auch für die Bewältigung der Folgen eintreten muss, stellt die Dürreproblematik einen weiteren Konfliktpunkt dar.

Auch für die nächsten Wochen sei wenig Erleichterung für die Region zu erwarten, sagte James Renwick, Klimawissenschaftler am neuseeländischen National Institute of Water and Atmospheric Research. 

klimaretter.info/skk

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