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Bundesregierung will höhere Holzernte

Die Bundesregierung hat heute die sogenannte "Waldstrategie 2020" vorgestellt. Die darin vorgesehene verstärkte Nutzung von Holz als stofflichem und energetischen Rohstoff lehnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ab.


Wälder dient als Speicher für Kohlendioxid. (Foto: Konstanze Staud)

"Wird die Holzernte wie vorgesehen auf jährlich 100 Millionen Kubikmeter gesteigert, missachtet dies alle Grundsätze von Nachhaltigkeit", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger angesichts der Pläne. Mit der Waldstrategie der Bundesregierung werde das Lippenbekenntnis, der Wald müsse als Kohlendioxid-Senke erhalten bleiben, endgültig zur Farce, so Weiger weiter. "Zu viel Holzeinschlag schade dem Klima. Oberste Priorität muss deshalb die sparsame Nutzung des Rohstoffs Holz haben."

Holz wird neben seiner stofflichen Nutzung zunehmend auch als Energieträger interessant. Vattenfall plant in Berlin den Bau eines Holzkraftwerks zur Fernwärme- und Stromgewinnung. Der schwedische Staatskonzern geht aber jetzt schon davon aus, dass einheimische Holzquellen hierfür nicht reichen und Importe - etwa aus Afrika - hierfür nötig sind. Zunehmend gewinnt die Zufeuerung von Holz in Kohlekraftwerken an Bedeutung - hierbei sparen die Kraftwerksbetreiber Kosten, da für indirekte Emissionen, die durch Entwaldung und Holzeinschlag entstehen, keine Emissionszertifikate notwendig sind.

klimaretter.info/hb

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