Taifun 'Roke' rast auf Japan zu

Der Taifun `Roke` soll am heutigen Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Stundenkilometern in Zentraljapan auf Land treffen und auch die Atomruine von Fukushima erreichen. Die japanischen Behörden haben mehr als 1,3 Millionen Menschen aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Hafenstadt Nagoya in der Präfektur Aichi: Rund eine Million Menschen muss sich hier vor dem Taifun in Sicherheit bringen. (Foto: wikipedia)

Die Industriemetropole Nagoya gab für 1,09 Millionen Einwohner eine Evakuierungswarnung heraus. Es bestehe wegen des starken Regens die Gefahr von Hochwasser und Schlammlawinen, erklärte die Stadtverwaltung. Bereits am Dienstag waren heftige Regenfälle niedergegangen und hatten das U-Bahn-System lahm gelegt. Autobahnen mussten gesperrt werden. Zwei Menschen waren zu Tode gekommen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Drei weitere würden noch vermisst. Nun befürchtet die japanische Wetteragentur neben Sturmböen und weiteren Regenfällen auch Schlammlawinen, Überschwemmungen und gefährlichen Wellengang an der Küste.

Erst vor Wochenfrist war der Westen Japans vom Tropensturm "Talas" heimgesucht worden. Mindestens 100 Menschen starben oder werden seitdem vermisst. Der Energieversorger Tepco teilte mit, der Sturm habe keine weiteren Schäden an seinem nach einem Erbeben im März havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi verursacht. 'Roke' ist bereits der fünfzehnte Taifun, der Japan in diesem Jahr heimsucht.

klimaretter.info/reni

 

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