Rußemissionen: Berlin top, Rom flop

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vergleicht gemeinsam mit dem europäischen Umweltbüro in Brüssel (EEB) eurpoäische Großstädte und ihre Maßnahmen zur Rußminderung. Dabei schneidet Berlin besonders gut ab, am schlechtesten präsentiert sich die italienische Hauptstadt Rom. Grund für das gute Abschneiden von Berlin sei vor allem die konsequente Umsetzung einer Umweltzone im Autoverkehr.


Führt zu hoher Rußbelastung: Autoverkehr in Rom. (Foto: Remo, Wikipedia)

Ebenfalls sehr schlecht schneiden die deutschen Städte Düsseldorf und Stuttgart ab. In der schwäbischen Mercedes-Metropole gebe es zwar eine Umweltzone, allerdings seien die sonstigen Maßnahmen angesichts der hohen Belastung mangelhaft. So fehlen etwa Vorschriften zur Rußminderung bei Baumaschinen völlig. Verglichen wurden 17 europäische Großstädte und deren Maßnahmen zur Reduktion von Rußemissionen. Zur Verbesserung der Situation schlägt der BUND vor allem eine Stärkung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und des Fahrradverkehrs vor, um den Anteil des Autoverkehrs zu mindern. Auch Berlin besitze noch erhebliche Potentiale - mit knapp 30 Prozent Nahverkehr liegt man deutlich hinter anderen Hauptstädten wie etwa Stockholm (50 Prozent).

Rußemissionen sind zwar keine Treibhausgase, sie heizen den Klimawandel aber dennoch an. Im Winter und in nördlichen Regionen verdunkeln sie Schnee- und Eisflächen und führen so zu einem schnelleren Abschmelzen. Da sich Rußpartikelemissionen relativ einfach reduzieren lassen und nur kurz in der Atmosphäre verweilen, können hier relativ kurzfristig Erfolge im Klimaschutz erzielt werden.

klimaretter.info/hb

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