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Weltweit mehr Wald

Auf der 3. Waldkonferenz in Bonn beschlossen die Teilnehmer in den nächsten neun Jahren ein umfangreiches Aufforstungsprogramm. Auf Einladung des Umweltministeriums und der Weltnaturschutzunion (IUCN) tagten zahlreiche Ländervertreter, UN- und Umweltorganisationen Ende der Woche in Bonn. Bereits vernichtete Waldflächen sollen wieder regeneriert werden, um den massiven Verlust durch Abholzung weltweit auszugleichen.


Jährlich werden weltweit 13 Millionen Wald vernichtet. (Foto: weltnaturerbe-buchenwaelder.de)

Bis 2020 sollen so 150 Millionen Hektar neuer Wald entstehen. Demgegenüber steht eine derzeit jährliche Vernichtung von an die 13 Millionen Hektar, erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf der Konferenz. Weltweit gebe es eine Waldfläche von zwei Milliarden Hektar, die wieder regeneriert werden könnten.  

Das neue Aufforstungsprogramm werde helfen, den Klimawandel zu bekämpfen – damit könnte viel Geld gespart werden, erklärte die Weltnaturschutzunion (IUCN). Sie schätzt den Gewinn auf rund 85 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Zudem soll die Waldinitiative dazu beitragen, die Ziele der Klimarahmenkonvention über die biologische Vielfalt zu erfüllen. Dabei haben sich die UN-Staaten verpflichtet, 15 Prozent der zerstörten oder degradierten Ökosysteme bis 2020 wiederherzustellen. Die Teilnehmer der Waldkonferenz sprachen sich außerdem dafür aus, einen "Weltbeirat" zu gründen, der den Aufbau von Wäldern auf politischer Ebene forcieren soll.

klimaretter.info/sg

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