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Amazonasrodung nimmt drastisch zu

Die Abholzung des brasilianischen Regenwalds hat in den vergangenen Monaten drastisch zugenommen. Das geht aus Daten des brasilianischen Weltraumforschungs-Instituts INPE und des Instituts Imazon hervor, die am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlicht wurden. Allein von März bis April dieses Jahres ist demnach eine Fläche von 593 Quadratkilometern abgeholzt worden, davon rund 480 Quadratkilometer in Mato Grosso.


Die Entwaldung im brasilianischen Amazonas-Gebiet hat sich vervielfacht. (Foto: NASA)

Die Entwaldungsrate in dem Bundesstaat ist damit zwischen August 2010 und April 2011 um 43 Prozent gestiegen, so das brasilianische Umweltministerium. Mato Grosso im südlichen Amazonien gehört, vor allem durch den zunehmenden Anbau von Soja, ohnehin zu den am stärksten von Waldzerstörung betroffenen Amazonas-Gebieten. Im gesamten Amazonasgebiet habe sich die Abholzungsrate im gleichen Zeitraum um 27 Prozent erhöht. Umweltministerin Izabella Teixeira bezeichnet die Situation als "inakzeptabel" und kündigte umgehend Maßnahmen an: Auf illegale Rodungen zur Gewinnung von Weideflächen soll etwa mit der Beschlagnahmung des Viehs reagiert werden.

In den letzten Jahren hatte die Regierung rückläufige Zahlen für die Entwaldung verzeichnet. Brasilien will seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent senken und dafür die Amazonas-Entwaldung um 80 Prozent reduzieren. Brasiliens Waldgesetz, der Código Florestal, wird jedoch derzeit im Parlament im Rahmen einer Novellierung heftig diskutiert. Eine Abstimmung war bereits wiederholt verschoben worden. Umweltorganisationen kritisieren, mit dem aktuellen Entwurf werde der Waldschutz zugunsten der Agrarlobby stark verwässert.

klimaretter.info/sam

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