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BP klagt auf Schadenersatz

Ein Jahr nach der Explosion und Havarie der Ölbohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko verklagt Ölkonzern BP das Schweizer Unternehmen Transocean. Vom Eigner der Plattform will der Konzern einen Streitwert von über 40 Milliarden US-Dollar eintreiben: Die geleaste Deepwater Horizon sei "nicht seetüchtig" gewesen, argumentiert BP. Wie die Financial Times berichtet, kommentierte Transocean den Vorwurf als einen "verzweifelten Versuch" Verantwortung abzuwälzen.


Konzern BP muss Milliarden zahlen, um für die Schäden der Ölpest aufzukommen. (Foto: US Coast Guard)

Am 21. April 2010 war die Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert, elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Drei Tage später sank die Deepwater Horizon – aus dem Bohrloch in 1.500 Metern Tiefe sprudelte über Monate mehr als 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer. Erst nach mehreren gescheiterten Reparaturversuchen konnte das Loch schließlich abgedichtet werden.

Auch gegen das US-Unternehmen Halliburton hat BP vor dem Bundesgericht New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana Klage eingereicht. Halliburton hatte nur wenige Stunden vor der Explosion der Plattform noch Arbeiten am Bohrloch vorgenommen.

BP bezieht sich in seiner Klage auch auf den Untersuchungsbericht der von US-Präsident Barack Obama einberufenen Expertenkommission. Im Abschlussbericht waren die Fachleute zu dem Ergebnis gekommen, das Unglück hätte verhindert werden können. BP, aber auch Halliburton und Transocean wurde Schlamperei beim Management der Bohrplattform vorgeworfen, die zu einer "Kette von Versagen" geführt habe. Mit der Klage wolle BP nun sichergehen, dass "alle Beteiligten an der Bohrung im Macondo-Ölfeld angemessen zur Verantwortung gezogen werden", gibt die New York Times den Konzern wieder.

klimaretter.info/sam

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