Eine Milliarde Dollar gegen die Dürre
Die chinesische Regierung will mit einer Milliarde US-Dollar gegen die langanhaltende Dürre im Land vorgehen. Der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge ist die Getreideernte in China eingebrochen. Mehr als 2,5 Millionen Menschen und fast 2,8 Millionen Nutztiere leiden unter der Unterversorgung mit Trinkwasser. Acht der größten Getreide produzierenden Provinzen, darunter Shandong, Jiangsu, Henan, Hebei und Shanxi, sind von der Dürre betroffen. Zusammen sind sie für 80 Prozent der chinesischen Winterweizenproduktion verantwortlich. Die Weizenpreise an der Zhengzhou Commodity Exchange schnellten am Mittwoch in die Höhe.

Mit Silberjodid auf Wolken - künstliches Abregnen gegen die Dürre in China. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Um die Folgen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren aufzufangen, hat die Regierung ein Maßnahmenpaket geschnürrt: Mit 6,7 Milliarden Yuan – umgerechnet rund eine Milliarde US-Dollar – soll Wasser in die betroffenen Regionen gelenkt werden, Notfallbrunnen gebaut, und künstliche Bewässerungssysteme eingerichtet werden.Damit es endlich wieder regnet, haben staatliche Behörden bereits begonnen, die Wolken mit Silberjodid zu beschießen und künstlich zum Abregnen zu bringen.
Bereits im vergangenen Jahr waren weltweit die Getreidepreise explodiert, nachdem Hitzewellen und Dürre in Russland zu Ernteausfällen geführt hatte. Die russische Regierung hatte daraufhin die Ausfuhr von Weizen gestoppt, um den heimischen Bedarf zu stillen. Im März kämpfte der Südwesten Chinas mit der größten Dürre des Jahrhunderts.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 20 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Studie: Binnen der kommenden 30 Jahre wird es in großen Teilen der USA und anderen bevölkerungsreichen Ländern trockener
Mehr Stürme, Starkregen, Hitzewellen - auf der Anpassungskonferenz von Umweltbundesamt und Deutschem Wetterdienst diskutieren Experten über Extremwetterereignisse und die Auswirkungen des Klimawandels. Russland hat das in diesem Sommer ganz deutlich zu spüren bekommen - nun spielen die Weizenpreise verrückt.
Weltweit wird heute Getreide auf einer Fläche von etwa 700 Millionen Hektar angebaut. Das ist ein Minus von 32 Millionen Hektar gegenüber 1981: Damals lebten etwa 4,5 Milliarden Menschen auf der Welt, heute sind es sieben Milliarden. Zwar gab es 2010 eine Rekordernte. Trotzdem bleibt die Lage in den meisten Lagerbeständen angespannt. Eine Agrarminister- Konferenz suchte am Wochenende am Rande der Grünen Woche nach Lösungen.
Stellvertretender Agrarminister: Eigene Ernte sinkt auch durch Zunahme von Wetterextremen
Regierung will 1.350 Brunnen graben lassen
Kann man die Erde nach Bedarf "zurechtschrauben"? Heute beginnt im japanischen Nagoya die internationale Biodiversitäts-Konferenz. Dort soll auch über ein Moratorium für umstrittene Geo-Engineering-Projekte diskutiert werden.
Meteorologen machen Klimawandel für schwerste Dürre seit zwei Jahrzehnten verantwortlich. Nächste Ernte bricht um voraussichtlich die Hälfte ein
Hochwasser und Stürme, Trockenheit und Waldbrände: In einer zunehmend vernetzen Welt haben Extremwetterereignisse immer weitreichendere Folgen. Über ihre Vorhersagbarkeit und den Einfluss des Klimawandels haben Wissenschaftler aus aller Welt in Potsdam in einem Workshop diskutiert.
Hungerkatastrophe in Ostafrika: FAO und Misereor kritisieren fehlende Maßnahmen zur Klimaanpassung
Weizen- und Kartoffelernte fallen in diesem Jahr 20 bis 30 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Agrarministerin Aigner empfiehlt Bauern, sich auf den Klimawandel einzustellen
Weltweit steigen die Lebensmittelpreise nun schon im siebten Monat in Folge, in manchen Regionen der Welt spielt der Markt verrückt. In Russland zum Beispiel, das im Sommer von einer schweren Dürre heimgesucht worden war.
Malawis Teebauern müssen zunehmend um ihre Existenz fürchten. Bodenerosion, abrutschende Anbauflächen, Schädlingsbefall und Trockenheit lassen die Ernteerträge drastisch schrumpfen. Zwar gibt es Hilfsprogramme, diese stehen aber längst nicht allen zur Verfügung.
Die Mais- und Weizenerträge sind in den vergangenen 30 Jahren gesunken
Nach dem Meer nun die Wüste – die Mongolei hat eine Kabinettssitzung in der Wüste Gobi abgehalten, um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Die Mongolei sei von der globalen Erderwärmung stark bedroht.
Prozedurale Tricks und Auseinandersetzungen über die Medien haben bei den Klimaverhandlungen in Tianjin die ruhige Geschäftigkeit der ersten Tage abgelöst. Streitigkeiten gibt es zwischen China und den USA.


