Waldrodung für Belo Monte genehmigt
Brasiliens Umweltbehörde hat Waldrodungen für den Bau des Mega-Staudamms Belo Monte im Amazonas-Regenwald auf den Weg gebracht. Wie die BBC berichtet, hat die Behörde Fällungen auf 238 Hektar Waldfläche genehmigt. Gegen das Projekt, für das nicht nur Wald, sondern auch bis zu 50.000 Menschen weichen sollen, gibt es massive Proteste. Die endgültige Genehmigung ist bislang noch nicht erteilt worden.

"Marsch gegen Belo Monte" mit Bischof Erwin Kräutler. (Foto: Right Livelihood Award)
Mit einer Leistung von 11.00 Megawatt wäre der Damm das größte Projekt seiner Art nach dem Drei-Schluchten-Damm in China und dem Itaipu, das gemeinsam von Brasilien und Paraguay betrieben wird. Belo Monte soll 2015 in Betrieb gehen - mit dem Bau würde auch die Struktur eines der artenreichsten Flüsse der Welt unwiderbringlich verändert, kritisiert etwa die Organisation Rettet den Regenwald: Im Fluss Xingú leben demnach heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen. Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.
Brasilien hält den Bau des Staudamms für wichtig um die Entwicklung des Landes voranzubringen. Der Großteil der Energie, die "Belo Monte" produzieren soll, sei für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt, heißt es dagegen vom Umweltorganisationen. Davon profitierten etwa Aluminium-Produzenten im Norden des Landes, die nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises bezahlen. Der Protest der indigenen Völker gegen die Vernichtung ihrer Heimat wird unter anderem von Bischof Erwin Kräutler unterstützt, der für sein Engagement 2010 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
klimaretter.info/sam
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