Neue Bohrungen im Golf von Mexiko
Im Golf von Mexiko sind wieder Tiefseebohrungen erlaubt. Die Unternehmen müssen verschärfte Umweltauflagen einhalten, die die Regierung von US-Präsident Barack Obama nach dem Bohrunfall vom April vergangenen Jahres erlassen hatte. Neue Genehmigungsverfahrungen und Sicherheitsüberprüfungen müssen Chevron, Shell, Hess, Kerr-McGee und Co. allerdings nicht über sich ergehen lassen.

Greenpeace protestiert im Sommer 2010 gegen Tiefseebohrungen des Ölkonzerns BP. (Foto: Greenpeace)
Die BP-Ölplattform Deepwater Horizon im Macondo-Ölfeld war am 20. April 2010 explodiert, elf Arbeiter starben, zwei Tage später sank die Plattform. Aus dem Bohrloch in 1.500 Metern Tiefe traten nach Schätzungen insgesamt fast 800 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko aus. Es ist die bisher größte Öl-Katastrophe der Welt.
Nach dem Unfall hatte die Obama-Regierung ein Moratorium auf Tiefseebohrungen im Umfeld der gesunkenen Ölplattform auferlegt. Im Oktober hob sie es wieder auf, weil die Risiken ausreichend reduziert worden seien. Seitdem waren allerdings keine neuen Bohrungen erlaubt worden. Dass die Unternehmen, die bereits vor April 2010 die Suche nach neuen Ölfeldern aufgenommen hatten, keine neuen Umweltpläne vorlegen und keine neuen Sicherheitsüberprüfungen ertragen müssen, ist nach einem Bericht des Wall Street Journal Ergebnis erfolgreicher Lobby-Arbeit der Öl-Multis.
klimaretter.info/jot
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