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Bäume und Brot statt Böller

Zum zweiten Mal rufen der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der ostdeutsche Umweltverband Grüne Liga zum Verzicht auf ein Feuerwerk auf. "Die Waldaktie ist eine gute Alternative zum Silvesterknaller", erklärte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Die von den Deutschen zu Silvester verbrauchten rund 10.000 Tonnen Feuerwerkskörper ergeben laut Studie einer im Auftrag der Allianz-Versicherung 2.300 Tonnen Kohlendioxid. "Auf eine kurze Formel gebracht: Bäume statt Böller", so Fischer.


(Foto: polizeinews.ch)

"Umso größer ist dafür der Nutzen der Waldaktie", erläutert Bernd Fischer. Durch den Kauf einer solchen zum Preis von zehn Euro wird eine Fläche von rund zehn Quadratmetern Größe aufgeforstet. Die darauf gepflanzten Bäume sind in der Lage, 850 Kilogramm Kohlendioxid zu binden. Dies ist so viel, wie von einer vierköpfigen Familie im vierzehntägigen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern samt An- und Abreise durchschnittlich produziert wird. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es bereits fünf solcher Klimawälder, so Fischer.

Nicht die einzige Aktion, die Ballerwut in produktive Bahnen zu lenken: Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" ruft beispielsweise auch in diesem Jahr zur Aktion "Brot statt Böller" auf. Jährlich verpuffen 100 Millionen Euro am nächtlichen Silvesterhimmel. "Die Menschen sollen sich weiterhin über die bunten Lichter am Firmament zum Jahreswechsel freuen. Aber wenn sie nur einen Teil davon spenden, können sie Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die gar nichts haben, das Leben erleichtern", betont die Direktorin von "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. Aktuell müssen 925 Millionen Menschen hungern.

klimaretter.info/reni

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