Costa Ricas Waldschutz gewinnt
Costa Rica hat auf der UN-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya den diesjährigen "Future Policy Award" erhalten. Das Land wurde mit dem Preis des World Future Council (WCF) für sein Biodiversitätsgesetz ausgezeichnet. Darin erklärte die Regierung 26 Prozent seiner Landfläche zu geschützten Gebieten. Der zweite Preis ging für den Schutz des Great Barrier Reefs an Australien.

Costa Rica schützt seine Wälder und erhält dafür den Future Policy Award. (Foto: monteverdeinfo.com)
Costa Rica schaffte es mit seinem Gesetz, die Abholzung nicht nur zu stoppen, lobt der World Future Council. Das Gesetz sei eine "so umfassende wie brilliante politische Maßnahme", sagte Marie-Claire Cordonier Segger, Vorsitzende der WFC-Kommission für Zukunftsgerechtigkeit. Das costaricanische Biodiversitätsgesetz hatte 2009 bereits den ersten Platz des "Happy Planet Index" belegt.
Der WFC zeichnet mit dem Preis jedes Jahr Gesetze aus, die eine besonders positive Wirkung auf die Rechte gegenwärtiger und künftiger Generationen haben. "Der Erhalt der Artenvielfalt ist entscheidend für das jetzige und zukünftige Wohlergehen der Menschheit", sagte Alexandra Wandel, Vorstandsmitglied des Rates. Den zweiten Platz belegte in diesem Jahr Australien für sein Gesetz zum Schutz des Great-Barrier-Reef-Nationalparks sowie für das Gesetz für Umweltschutz und Erhalt der Biodiversität. Im vergangenen Jahr erhielt die Auszeichnung das Programm für Nahrungssicherheit der brasilianischen Millionen-Stadt Belo Horizonte.
Costa Rica übernimmt nicht nur in Sachen Biodiversitätsschutz Vorreiterschaft. Das Land hat eines der ambitioniertesten Klimaziele der UN-Länder und will bis 2021 klimaneutral werden. Mitte des Jahres hatte mit Christiana Figueres auch eine Costaricanerin den Vorsitz des UN-Klimasekretariats übernommen. Australien hingegen gilt beim Klimaschutz eher als Bremser. Das Land ist der weltgrößter Kohle-Exporteur und gehört zu den Industrieländern mit den höchsten Pro-Kopf-Emissionen von Kohlendioxid.
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