10 Millionen Euro für den Waldschutz
Das Bundesumweltministerium stellt für den Schutz tropischer Wälder zusätzlich 10 Millionen Euro zur Verfügung. Das kündigte Umweltminister Norbert Röttgen am Dienstag auf der UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt (CBD) im japanischen Nagoya an. Röttgen nahm dort an einem Ministertreffen zur Globalen Partnerschaft zum weltweiten Schutz der Tropenwälder teil.

Tropenwälder sind nicht nur effektive Kohlendioxid-Speicher sondern auch besonders wertvolle Ökosysteme. Ihr Schutz wurde mit der Globalen Partnerschaft institutionalisiert. (Foto: Johanna Falk)
"Noch immer gehen jährlich rund 13 Millionen Hektar Wald verloren", sagte Röttgen. Tropische Wälder hätten sowohl für die biologische Vielfalt als auch für den Klimaschutz eine herausragende Bedeutung. Das Geld soll in einen Fonds bei der Weltbank eingespeist werden, aus dem Projekte in Tropenländern zum Walderhalt gefördert werden.
Die Globale Partnerschaft zum Waldschutz wurde im März in Paris auf den Weg gebracht und im Mai in Oslo von 50 Industrie- und Tropenländern unterzeichnet. Die Vereinbarung soll zur Kooperation beim Waldschutz und zum Fortschritt bei den UN-Klimaverhandlungen beitragen, wo der Waldschutz unter dem Stichwort REDD (Reducing Emissions from Degradation und Deforestation) und verhandelt wird. Die zentralen Eckpunkte für die nächsten zwei Jahre der Partnerschaft wurden am Rande der Artenschutz-Konferenz in Nagoya abgesteckt.
Röttgen kündigte zudem an, dass eine Studie zum ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt in Deutschland in Auftrag gebeben werden soll. Auf der Artenschutzkonferenz in Japan war erst jüngt der Abschlussbericht der internationalen Studie Die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität (TEEB) vorgestellt worden, der den immensen wirtschaftlichen Wert von Flora und Fauna beziffert.
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