Klimaziele nicht ambitioniert genug
Die Staaten müssen ihre Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen höher schrauben, ansonsten wird die globale Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um 4,2 Grad steigen. Das würde auch das Ende der Korallenriffe bedeuten, heißt es in einer Studie in der aktuellen Ausgabe der Environmental Research Letters. Die Klimaziele, auf die sich die einzelnen Staaten im Rahmen des Copenhagen Accord vom vergangenen Dezember verständigt haben, sind den Autoren der Studie zufolge nicht ambitioniert genug.

Das Ende der Korallenriffe prophezeihen Forscher für das Jahr 2100, wenn die Staaten nicht bereit sind, ihre Klimaziele zu verschärfen. (Foto: K. Staud)
Insbesondere die USA haben ihre Klimaziele viel zu weit unten angesetzt, heißt es in dem Bericht. Sie wollen ihre Kohlendioxidemissionen bis zum Jahr 2020 um nur drei Prozent unter das Niveau von 1990 senken. Die ambitioniertesten Ziele haben den Forschern zufolge Japan und Norwegen. Sie wollen ihre Emissionen um 25 Prozent (Japan) und 30 bis 40 Prozent (Norwegen) reduzieren.
Der Copenhagen Accord wurde auf der Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen nicht beschlossen, aber "zur Kenntnis genommen". Darin haben sich die Staaten darauf geeinigt, die globale Durchschnittstemperatur um nicht mehr als zwei Grad bis 2050 erhöhen zu wollen. Die Chance, dass dieses Ziel eingehalten wird, sei gering, aber vorhanden, so die Autoren der Studie. Dafür sei sofortiges Handeln allerdings dringend erforderlich.
klimaretter.info/jot
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