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CDM-Projekte auf dem Prüfstand

Das CDB-Board, das UN-Gremium für den Clean Development Mechanimus will im November in Mexiko Reformen auf den Weg bringen.Wie das UN-Klimasekretariat mitteilte, soll der Mechanismus etwa in Ländern, die bislang weniger als 10 Projekte registriert haben, mit Krediten unterstützt werden. Auch über den Umgang mit den umstrittenen Kohlendioxid-Gutschriften (CERs) durch Projekte mit dem Industriegas Fluoroform (HFC-23) soll bei dem Treffen entschieden werden.

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Bei der Produktion von Kältemitteln für Klimaanlagen entsteht als Abfallprodukt HFC-23 an: Das lässt sich im CDM-Mechanismus lohnend in CERs entsorgen. (Foto: Arkema)

Der Clean Development Mechanismus ist ein Instrument des Kyoto-Protokolls, mit dem Industrieländer sich durch Klimaprojekte in Entwicklungsländern zusätzliche Emissionsrechte verdienen können. Gleichzeitig soll armen Ländern eine "saubere Entwicklung" erleichtert werden.

Der Mechanismus ist umstritten, zuletzt waren vor allem Projekte zur Entsorgung von HFC-23 in die Kritik geraten. HFC-23 ist ein hochaktives Treibhausgas, das rund 11.700 mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid. Es entsteht als Abfallprodukt bei der Herstellung von Kühlmitteln – die fachgerechte Verbrennung ist deshalb eine lohnenswerte Investition im CDM-Mechanismus.

"Ohne CDM gibt es keinen Anreiz zur Zerstörung von HFC-23", sagt der Vorstand des CDM-Gremiums Chai Clifford. Dadurch würde ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. "Aber wir müssen sicherstellen ob die Regeln robust genug sind, um einen Missbrauch zu verhindern", so Clifford. Neun der HFC-23 Projekte werden vom CDM-Gremium derzeit bereits überprüft, andere Investoren sind "ermutigt", freiwillig zusätzliche Angaben zur Legitimation der Projekte zu machen. Knapp 2.300 CDM-Projekte sind bislang beim UN-Klimasekretariat registriert, die meisten davon in China, Brasilien, Indien, Mexiko und Malaysia. Knapp die Hälfte aller bislang erteilten CDM-Gutschriften entstanden jedoch durch 19 Projekte zur Verbrennung von HFC-23. Organisationen wie CDM-Watch hatten deshalb kritisiert, es würde vorsätzlich mehr Kühlmittel produziert, um mit der Entsorgung von HFC-23 zusätzliche Emissionsrechte zu verdienen. 

Das nächste Treffen des CDM-Gremiums findet vom 22. bis 25. November im mexikanischen Cancun statt, wo vom 29. November bis zum 10. Dezember auch der nächste Weltklimagipfel stattfinden wird.

klimaretter.info/sam

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