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BP legt Katastrophen-Untersuchung vor

Ölkonzern BP sieht die Verantwortlichkeit für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bei einer Vielzahl von Unternehmen und Arbeitsgruppen". Das geht aus einem am Mittwoch in London veröffentlichtem Bericht hervor, in dem der Konzern das Unglück um die Havarie der Bohrinsel Deepwater Horizon" untersucht, hervor. Ursache für die "Tragödie" sei nicht ein einzelner Faktor, sondern "eine Kette von Versagen, an der verschiedene Parteien beteiligt waren", heißt es darin.

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Für die Veröffentlichung der viermonatigen Untersuchung von BP-Sicherheitschef Mark Bly wurden keine Mühen gescheut: Neben dem 193 Seiten umfassenden Bericht und einer 6-seitigen Kurzzusammenfassung stellt der Konzern auch ein Video bereit, in dem Bly selbst in 30 Minuten kleinschrittig erklärt, wie es nach Ansicht von BP zu der Katastrophe im Golf von Mexiko kommen konnte. Nicht ohne Grund, denn die Schuldfrage ist für den Konzern angesichts zu erwartender Klagewelle bares Geld wert: Der Tenor des Berichts deckt sich mit vorangegangenen Verteidigungen des Konzerns, auch Unternehmen wie die Schweizer Transocean, von dem die Bohrinsel geleast worden war, oder Dienstleister Halliburton, der nur wenige Stunden vor der Explosion auf der Plattform Arbeiten am Bohrloch vorgenommen hatte, seien Mitschuld an der Katastrophe.

Der Ölmulti versucht, einen Teil der Verantwortung auf die anderen beteiligten Unternehmen abzuwälzen", kritisierte die Umweltorganisation Greenpeace die Veröffentlichung des Berichts. BP solle zu seinem Wort stehen, Verantwortung übernehmen und für alle durch das Unglück entstandenden Schäden aufkommen, forderte Greenpeace Ölexperte Jörg Feddern.

Die größte Ölkatastrophe in der US-Geschichte war am 20. April durch die Explosion der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon in Gang gebracht worden. Die Ölplattform sank, aus dem Leck in 1.500 Metern Tiefe strömten über Monate hunderttausende Tonnen Rohöl in den Golf von Mexiko. Erst kürzlich konnte das Leck verschlossen werden.

klimaretter.info/sam

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