WWF warnt vor dreckigem Wasser
Zum Beginn der Weltwasserwoche warnt die Umweltstiftung WWF vor einer "dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität". Besonders problematisch sei die Situation in den Entwicklungsländern. Dort würden 70 Prozent der städtischen und industriellen Abwässer ungeklärt in die Gewässer eingeleitet. Laut WWF sterben jedes Jahr 1,4 Millionen Kindern an den Folgen verschmutzten Wassers und schlechter Hygienebedingungen.
Fast 900 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. (Foto: UN)
Heute beginnt in Stockholm zum 20. Mal die Weltwasserwoche. Sie wird organisiert vom Stockholmer International Water Institut (SIWI). Hunderte Wissenschaftler, Wirtschaftsmanager und Politiker werden erwartet, auf dem Programm stehen zahlreiche Seminare, Vorträge und Plenarsitzungen.
Umweltschützer befürchten zunehmende Wasserverschmutzung. Martin Geiger vom WWF sagt: "Nicht allein der Mangel an Wasser ist das Problem, sondern auch die Verschmutzung der vorhandenen Ressourcen, die dadurch für den Menschen unbrauchbar gemacht werden." Dem Schutz vor Verunreinigung müsse ein "viel größeres Gewicht eingeräumt werden".
Nach Angaben des WWFs gelangen große Mengen wasserbelastender Stoffe über die sogenannten diffusen Einträge in die Gewässersysteme: Düngemittel, Pestizide und Schwermetalle würden über Wind sowie Oberflächen- und Grundwasser in die Flüsse eingetragen. Dieses Problem könne nicht durch den Bau von Kläranlagen gelöst werden, sondern nur durch verträgliche und nachhaltige Bewirtschaftung.
klimaretter.info/fw
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