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Erneut Unfall auf Ölplattform im Golf von Mexiko

Im Golf von Mexiko ist es erneut zu einem schweren Unfall auf einer Ölplattform gekommen. Auf der Ölplattform Vermilion Oil Rig 380 der texanischen Mariner Energy war ein Feuer ausgebrochen. 13 Arbeiter gingen bei einer Explosion über Bord, konnten jedoch aus dem Wasser gerettet werden. Nach Angaben der Küstenwache ist entgegen vorheriger Annahmen kein Öl ausgetreten.

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Löscharbeiten an der brennenden Plattform
Vermilion Oil Rig 380 im Golf von Mexiko. (Foto: Andy Levin/Greenpeace USA)

Erst am Mittwoch hatte die verantwortliche Firma Mariner Energy eine Demonstration veranstaltet, bei der Mitarbeiter aus der Ölindustrie ein Ende des Bohrmoratoriums im Golf von Mexiko forderten. Das Moratorium hatte US-Präsident Obama nach der Katastrophe der in 1.500 Metern Tiefe bohrenden BP-Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko erlassen. Die Plattform von Mariner Energy bohrte dagegen in etwa 100 Metern Wassertiefe und ist damit nicht vom Moratorium für Tiefseebohrungen betroffen.

Bei der Explosion der BP-Bohrinsel im April waren elf Arbeiter ums Leben gekommen, die Bohrinsel sank und im Verlauf der größten Ölkatastrophe der Geschichte Amerikas liefen aus einem Leck am Bohrloch hunderte Millionen Liter Rohöl ins Meer. Erst im Juli konnte das Bohrloch nach etlichen Fehlversuchen mit Glocken, Kappen und Stopfstrategien schließlich mithilfe langwieriger Entlastungsbohrungen abgedichtet werden.

Eine weitere Ölpest im Golf von Mexiko droht nach Angaben der Küstenwache nach der Explosion auf der Vermilion Oil Rig 380 jedoch offenbar nicht: Am Donnerstag hatte es Warnungen über eine 1,5 Kilometer lange Ölspur gegeben. Die US-Küstenwache konnte das jedoch bislang nicht bestätigen, es gebe keine Hinweise auf Lecks oder auslaufendes Öl, zitiert die Tagesschau Peter Trodssen von der Küstenwache.

"Wie oft muss das gefährliche Spiel mit Menschenleben, der Wirtschaft und unseren Ökosystemen noch gespielt werden", kritisiert Greenpeace Ozean-Experte John Hocevar.  Das BP-Desaster hätte ein "Weckruf" sein müssen, sagt auch Michael Brune von der US-Umweltorganisation Sierra Club. Stattdessen habe man nur "Snooze" gedrückt. Brune:"Heute ist der Alarm erneut losgegangen".

klimaretter.info/hb/sam

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