UN-Dekade zur Wüstenbekämpfung
Die Vereinten Nationen starten am heutigen Montag die UN-Dekade für Wüsten und für den Kampf gegen Wüstenbildung. Die UNO will damit das Bewusstsein für die Herausforderungen schärfen, vor die die zunehmende Wüstenbildung von Land die Menschen stellt. Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt in trockenen Gebieten und rund eine Milliarde Menschen in 100 Ländern sind unmittelbar von den Folgen bedroht.
"Land wird immer weniger nutzbar – zum einen durch den Klimawandel, aber auch durch Landwirtschaft, die nicht auf Nachhaltigkeit setzt, und wegen eines schlechten Wasser-managements", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Das führt dazu, dass immer mehr Menschen Hunger leiden und der Welt immer mehr Agrarfläche verloren geht."
Er forderte die UN-Mitgliedsländer auf, sich den Erhalt fruchtbaren Landes einzusetzen, um die UN-Millenniumziele (MDG) erreichen zu können. Deren Ziel ist es, Armut und Hunger bis 2015 im Vergleich zum Jahr 2000 zu halbieren. Unter anderem geht es auch um die Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit und auf den Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft zwischen den Ländern des Nordens und Südens.
Der Startschuss für die Dekade fiel mit der Zweiten Konferenz für Klimawandel, Nachhaltigkeit und Nachhaltiger Entwicklung in semiariden Regionen (ICID) in Fortaleza in Brasilien zusammen. Parallel dazu wurde der Beginn der UN-Dekade auch in Nairobi, Kenia, für die Region Afrika gefeiert. Im September und November dieses Jahres sollen Aktionen auch in anderen Regionen auf den Start der UN-Dekade aufmerksam machen.
klimaretter.info/jot
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