Ruß beschleunigt Arktis-Schmelze
Ruß ist nach Kohlendioxid der zweitwichtigste Faktor, durch den die globale Erwärmung beschleunigt wird: Zu diesem Schluß kommt eine Studie von Stanford-Professor Mark Jacobsen. Durch Rußpartikel, die sich auf Eis- und Schneeflächen ablagern, würde der sogenannte Albedo-Effekt geschwächt: Das Eis kann weniger Sonnenlicht reflektieren und erwärmt sich schneller. Das Schmelzen des arktischen Eises wiederum würde dazu führen, dass der Ozean noch weniger Sonnenlicht reflektiert. Dieser Rückkopplungseffekt stelle warscheinlich ein sogenanntes Kipp-Element des Weltklimas dar.

Rußpartikelfilter könnten als schnelle Maßnahme den Klimawandel abbremsen. (Foto: Wikipedia)
Im Gegensatz zu Treibhausgasen bleiben Rußpartikel nur wenige Jahre in der Atmosphäre. Deshalb können hier sehr kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden, um den Klimawandel abzubremsen. "Die Kontrolle von Rußemissionen ist vielleicht die einzige Methode, die Erwärmung der Arktis in den nächsten zwei Jahrzehnten signifikant abzubremsen", so Jacobsen.
Nach Jacobsens Studie sei auch der Einsatz von Biomasse deutlich negativer zu bewerten als bislang angenommen: Die Verbrennung von Holz oder Biokraftstoffen erzeugt einen hohen Anteil an sogenanntem schwarzen Kohlenstoff, der in der Atmosphäre Sonnenlicht absorbiert und an die Umgebung abgibt.
klimaretter.info/hb
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