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Russland kämpft mit Jahrhunderthitze

Russland kämpft mit einer beispiellosen Hitzewelle: Seit Wochen liegen Temperaturen unter anderem in Moskau und Umgebung um 35 Grad Celsius, Niederschläge hat es unterdessen kaum gegeben. Am Donnerstag kletterten Temperaturen in Moskau auf mehr als 38 Grad und den damit höchsten Stand seit 160 Jahren. In 27 Regionen des Landes wurde der Notstand ausgerufen.

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In Moskau wurden während der Jahrhunderthitze bereits mehrere Temperaturrekorde gebrochen. (Foto: Wikipedia/Dmitry Azovtsev)

Hitze und Trockenheit haben in der Region Nischni Nowgorod für schwere Waldbrände gesorgt, bei denen bereits 8 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 800 Häuser brannten nieder, Dutzende Menschen wurden verletzt. Auch um Moskau brennen Wälder und Torfmoore, die die Stadt bereits seit Tagen in eine dichte Rauch-Wolke eingehüllt haben. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax wurden zulässige Grenzwerte für Luftverschmutzung in Moskau am Mittwoch bereits um das zehnfache überschritten.

Ein großer Teil der Getreideernte wurde durch die Dürre bereits vernichtet, nach Angaben der Regierung hat die Jahrhunderhitze bereits Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Der russische Klima-Beauftragte Alexander Bedrizki sagte der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti, eine so starke Dürre seit fast 40 Jahren nicht aufgetreten. Auch die Umweltstiftung WWF sprach von der schlimmsten Dürre seit 1972: Fast 10 Millionen Hektar Getreide seien durch die Trockenheit zerstört. "Solche langen Hitzewellen hat es schon früher gegeben, aber in den letzten Jahren sind sie durch den Klimawandel jedoch häufiger geworden, sagt WWF-Klimaexperten Alexei Kokorin.

klimaretter.info/sam

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