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Murmeltiere werden dicker

Murmeltiere werden durch den Klimawandel dicker: Britische Forscher des Imperial College London haben herausgefunden, dass die Tiere durch die Erwärmung früher aus dem Winterschlaf erwachen, schneller Gewicht zulegen und mehr Nachwuchs produzieren. Ihre Erkenntnisse über eine Gelbbauchmurmeltierkolonie im US-Staat Colorado haben die Biologen im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

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Gelbbauchmurmeltiere legen durch den Klimawandel an Körpergewicht zu und kommen so besser durch den Winterschlaf. (Foto: Inklein/Wikipedia)

30 Jahre lang haben die Forscher die in 3.000 Metern Höhe lebenden Murmeltiere beobachtet und weibliche Exemplare regelmäßigen Gewichtskontrollen unterzogen. Die Tiere haben demnach nicht nur an Körpermasse zugenommen, sondern sind auch zahlreicher geworden: Vor allem nach 2001 nahm die Population sprunghaft zu, berichten die Biologen.

Begründet wird das durch den "gelasseneren" Alltagsrhythmus der Hörnchen. Früher hatten Murmeltiere im Sommer demnach Stress: In nur fünf Monaten Wachzeit mussten sie sich fortpflanzen, Jungtiere aufziehen und sich durch das Anfressen einer Fettschicht fit machen für den Winterschlaf. Heute sorgten höhere Temperaturen dafür, dass die Tiere früher aus dem Winterschlaf erwachen und mehr Zeit für Nahrungs- und Nachwuchspflege haben. Für Jungtiere und ausgewachsene Tiere erhöhen sich durch höheres Gewicht auch die Chancen gut über den Winter zu kommen.

"Murmeltiere sind ein Beispiel dafür, wie der Klimawandel die Natur beeinflussen kann", sagt Biologe Tim Coulson. Schon im vergangenen Sommer hatte der Wissenschaftler kuriose Erkenntnisse über den Einfluss der Erderwärmung auf Soay-Schafe auf den nordschottischen Hebriden veröffentlicht. Im Gegensatz zu den winterschlafenden Gelbmurmeltieren hatten die Tiere jedoch nicht an Gewicht zugelegt, sondern innerhalb von 24 Jahren rund fünf Prozent ihres Körpergewichts eingebüßt. Wo Größe einmal der entscheidende Überlebensfaktor war, würden mildere Winter und bessere Nahrungsbedingungen die Schafe heute vor weniger herausfordernde Überlebensbedingungen stellen, erklärten die Wissenschaftler.

klimaretter.info/sam

 


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