Weltweiter Rückgang illegaler Abholzung
Die illegale Abholzung tropischer Regenwälder konnte eingedämmt werden. So das Ergebnis einer Studie des englischen Beratungsinstituts Chatham House, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Besonders erfolgreich waren die Bemühungen in Brasilien, wo illegale Rodungen um bis zu 75 Prozent zurückgingen. Für die Studie wurden 12 Länder betrachtet, die in den internationalen Einschlag und Handel mit Holz einbezogen sind. Darunter Brasilien, China, Ghana, Indonesien, USA und Großbritannien.

In Regenwäldern wird weltweit weniger Holz illegal geschlagen. Dennoch gibt es Nachholbedarf. (Foto: Johanna Falk)
Weltweit konnte der Studie zufolge seit 2002 ein Rückgang von 22 Prozent bei der illegalen Holzproduktion feststellt werden. Insgesamt wurden so 17 Millionen Hektar Regenwald weniger abgeholzt; eine Fläche halb so groß wie Deutschland. In der letzten Dekade wurden damit mehr als eine Milliarde Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden, schätzen die Forscher.Doch trotz dieser Fortschritte bleibt illegale Abholzung in Wäldern ein großes Problem. Weltweit wurden 2009 100 Millionen Kubikmeter Holz illegal geschlagen. Allein in den USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, und den Niederlanden wurden 17 Millionen Kubikmeter illegales Holz gehandelt. Das entspricht zwar einem Rückgang des Handelsvolumens von 30 Prozent im Vergleich zum Spitzenjahr 2004, zeigt jedoch, dass nach wie vor viel Holz illegal gehandelt wird.
Mit den internationalen Bemühungen, illegalen Holzhandel zu stoppen, zeigten sich die Autoren insgesamt zufrieden. "Die Maßnahmen von Regierungen, Zivilgesellschaft und dem privatem Sektor waren umfangreich und hatten erheblichen Einfluss", so Sam Lawson von Chatham House.
Dennoch gebe es in einigen Ländern Nachholbedarf, was die Regulation des Holzhandels betrifft. So sei es in China und Japan noch immer nicht verboten, illegal geschlagenes Holz zu importieren. Weiter sollte die Zusammenarbeit zwischen den Ländern intensiviert werden, um bestehende Handelsverbote besser durchsetzen zu können.
Ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen stammt aus der Abholzung der Regenwälder. Nach dem Verkehrssektor ist damit die Entwaldung die zweitgrößte Ursache für den Klimawandel weltweit.
klimaretter.info/sima
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