BP hängt an der großen Glocke
Das Öl aus dem Bohrloch am Meeresgrund fließt wieder ungehindert in den Golf von Mexiko: Konzern BP hatte den Absaugtrichter über dem Bohrloch am Meeresgrund demontiert um im nächsten Schritt einen neuen 100 Tonnen schweren "Hut" über das Loch zu stülpen. Damit soll deutlich mehr Öl als bislang aufgefangen werden.

Seit Explosion und Sinken der Deepwater Horizon am 22. April versucht BP, den Ölaustritt im Golf von Mexiko in den Griff zu bekommen. Noch ist ein Ende jedoch nicht in Sicht. (Foto: US-Küstenwache/Matthew Belson)
Ob das komplizierte Unterfangen gelingt und der Ölfluss tatsächlich zu einem "Großteil" gestoppt werden kann, wird sich nach BP-Angaben jedoch frühestens am Mittwoch zeigen. Die eigentliche Lösung des Problems liege jedoch noch immer in den Entlastungsbohrungen um das Leck herum, relativierte die US-Küstenwache: Das wird nach BP-Angaben noch bis August dauern.
3,5 Milliarden US-Dollar hat die Ölkatastrophe BP bislang gekostet, teilte der Konzern am Montag mit. 46.000 Menschen, 6.400 Schiffe und dutzende Flugzeuge seien im Einsatz. 52.000 Entschädigungszahlungen in Höhe von 165 Millionen Dollar wurden demnach geleistet, insgesamt seien 105.000 Entschädigungsforderungen eingegangen.
BP hatte bereits einem Fonds über 20 Milliarden US-Dollar zugestimmt, um die Folgen der Ölkatastrophe zu tragen. Durch die finanzielle Belastung für den Konzern mehren sich Spekulationen über eine Übernahme von Konkurrenten wie den US-Konzernen Exxon Mobil oder Chevron, berichtet die Süddeutsche Zeitung. BP will am 27. Juli seine Quartalszahlen veröffentlichen.
klimaretter.info/sam
Die Schlagzeilen um 23 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Danke, lieber Fritz Vahrenholt! Energiekonzerne können bohren, fracken und teersanden so viel sie wollen, ohne dass ihnen linksradikale Umweltschützer noch in die ölige Suppe spucken können. Alles wird gut. Vielen Dank, liebe Sonne! Vielen Dank, Fritz Vahrenholt! [mehr...]
Meinungen: Kommentar
Keine Blackout-Angst Der Winter ist kalt und das Stromnetz bleibt stabil - die Energiewende führt nicht zum befürchteten Blackout.Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Jahresrückblick
2011: Das Jahr der Rekorde
Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Hamburger Mucken auf. Neuer Schmelzrekord in der Aktis, neuer Emissionsrekord in der Atmosphäre und so viel Flugpassagiere wie noch nie - der Jahresrückblick 2011. [mehr]
Aktion des Monats In den USA formieren sich Lobbyisten nachdem US-Behörden dem Gitarrenbauer Gibson die Einfuhr von illegalen Tropenhölzern nachweisen konnten. Vorn dabei: Die rechtskonservative Tea Party. Gemeinsam wollen diese das Lacey-Gesetz, dass den Import der Tropenhölzer für illegal erklärt, kippen. [mehr] | Durban 2011 Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen. [mehr] |
Neue Klimaretter-Serie
Die Gesetze der Energiewende
Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | In eigener Sache Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann unterstützen Sie uns, denn unabhängiger Journalismus kostet Geld. Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Fritz Vahrenholt (RWE): Kalter Kaffee zur Sonne
Der kommende Montag wird die Welt erschüttern, zumindest die der Klimaforschung. Das verheißt jedenfalls eine aktuelle Verlagsankündigung: Donnerwetter! Tausende IPCC-Wissenschaftler sind komplette Versager!! Der Klimawandel ist längst gestoppt!!! Die Ozeane und die Sonne waren schuld daran!!!! Puh, da hat die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Regierung will milliardenschweren Treuhandfonds für Entschädigungszahlungen von BP. Chevron, ExxonMobile und Co. distanzieren sich vom Konkurrenten
Britischer Ölkonzern hofft, dass sich der Zorn des Meeres legt - und wieder ausgelaufenes Öl abgefackelt werden kann. Experte bezweifelt Wirksamkeit
Ölkonzern verklagt ein Jahr nach der Katastrophe den Schweizer Bohrinsel-Eigner Transocean und das US-Unternehmen Halliburton
Ein internes Papier des Ölkonzerns hält bei Bohrungen nahe den Shetlandinseln eine Ölkatastrophe größer als die im Golf von Mexiko für möglich
"Strohhalm-Lösung" fängt 40 Prozent des Rohöls ab, Schlamm und Zement sollen das Loch ganz stopfen. US-Innenminister gibt Regierung Mitschuld am Öl-Unglück
Technik versagt in 1.500 Metern Tiefe. Bislang lief ein Drittel der Erdölmenge in den Golf von Mexiko, wie seinerzeit beim Exxon-Unglück. Lösung nicht in Sicht
Die ferngesteuerte Roboter-Säge bleibt in der Steigleitung stecken. US-Regierung leitet zivil- und strafrechtliche Ermittlungen gegen BP ein. Obama wirbt für US-Klimagesetz



