Klimawandel verschärft Wasser-Konflikte
Somalia, Mauretanien, der Sudan, Irak, Usbekistan, Pakistan, Ägypten, Turkmenistan und Syrien haben weltweit die am stärksten gefährdete Wasserversorgung. Für den "Water Security Risk Index" hat die britische Beratungsgesellschaft Maplecroft 165 Ländern auf ihren Zugang zu Trinkwasser, den Pro-Kopf-Bedarf und die Abhängigkeit von Flüssen und Gletschern unter die Lupe genommen. Die "höchste" Platzierung auf dem Risiko-Index nehmen Länder in Afrika und Asien ein.

Je tiefer das Blau desto höher die Platzierung auf dem Wasser-Risiko-Index. (Grafik: Maplecroft)
In den stark gefährdeten Gebieten gibt es demnach bereits heute Konflikte um die Ressource, die sich etwa durch veränderten Monsoon und Gletscherschmelze oder den Bau von Staudämmen weiter zuspitzen könnten. "Durch den Klimawandel und den steigenden Bedarf durch das zu erwartende Bevölkerungswachstum wird sich die Wasserknappheit in den kommenden Dekaden weiter verschärfen", sagt Umwelt-Analystin Anna Moss.
Nur 30 Prozent der Bevölkerung haben etwa in Somalia heute überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Studie zufolge werden 70 Prozent der Frischwasser-Reserven weltweit allein zur Bewässerung verwendet. Weitere 22 Prozent werden von der Industrie genutzt.
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