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Neue Rechnung für den Ölkonzern

Die US-Regierung hat eine dritte Rechnung an den britischen Ölkonzern BP gestellt: Insgesamt ist BP damit mit knapp 122 Millionen US-Dollar zur Kasse gebeten worden. Nach eigenen Angaben hat der Konzern bereits zwei Milliarden Dollar für die Arbeiten am lecken Bohrloch, den Entlastungsbohrungen und Entschädigungszahlungen ausgegeben. BP hatte in der vergangenen Woche auf Druck der US-Regierung nach Gesprächen im Weißen Haus die Einrichtung eines Fonds über 20 Milliarden US-Dollar angekündigt. Aufgebracht werden solle das Geld unter anderem durch die Reduzierung der Rendite in den ersten Quartalen 2010.

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Kopfwäsche dank Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Helfer befreien Pelikane vom Öl. (Foto: Jose Luis Managa/Greenpeace)

Wie die Küstenwache berichtet, sind derzeit 277 Kilometer der Golfküste vom Öl verschmutzt, betroffen ist unter anderem Florida, Alabama, Mississippi und Louisiana. Auch die elf US-Bundesstaaten Conneticut Delaware, Georgie, Maine, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New York, North and South Caroline und Rhode Island wollen gemeinsam gegen den Ölkkonzern vorgehen, sie kündigten in einem gemeinsamen Schreiben an BP und die an der Deepwater Horizon beteiligten Firmen Transocen und Halliburton an, den "Preis für ihr gewaltiges Versagen" nicht zu zahlen und forderten Entschädigung für die Schäden der Ölpest an der Küste.

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Der Ölfilm von oben, festgehalten von Greenpeace USA. Die "besten" Bilder aus zwei Monate Ölkatastrophe hat auch der Boston Globe HIER veröffentlicht. (Foto: Kate Davison/Greenpeace) 

Die Öl-Industrie will dagegen das von US-Präsident Barack Obama ausgegebene sechsmonatige Moratorium auf Tiefsee-Bohrungen wieder kippen. Von dem Stopp sind mehr als 30 Ölquellen im Golf von Mexiko betroffen. Über die Klage von etlichen Dienstleistern deren Einnahmen an den Offshore-Bohrungen hängen, soll am Mittwoch entschieden werden.

BP-Chef Tony Hayward sollte unterdessen am Dienstag zum ersten Mal seit Explosion und Sinken der Bohrinsel in Großbritannien auftreten und auf einer Öl-Konferenz von Industrie- und Regierung sprechen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurde der Termin des umstrittenen Konzernchefs jedoch abgesagt. Hayward, der sich zu Beginn der mittlerweile zwei Monate andauernden Katastrophe im Golf von Mexiko zu dem Satz "I want my life back" hinreißen lassen hatte, zog am Wochende durch den Besuch einer Nobel-Segelregatta erneut harsche Kritik auf sich. Zuvor war er bereits vom Krisenmanagement abgezogen worden.

© wir-klimaretter.de/sam


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