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Weltmeere geraten zunehmend in Atemnot

Durch den Klimawandel werden den Ökosystemen der Weltmeere irreversible Schäden zugefügt. Das geht aus einer Studie australischer und amerikanischer Forscher hervor, die in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science veröffentlicht wurde. Die Abnahme der Produktivität kann dabei auch verheerende Folgen für hunderte Millonen Menschen haben, deren Nahrungsgrundlage die Ozeane sind, warnen die Wissenschaftler.

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Nach Angaben des UN-Umweltprogramms erbringen Korallenriffe und andere marine Ökosysteme für die Welt Umweltleistungen im Wert von Millionen US-Dollar. (Foto: Ove Hoegh-Guldenberg/University of Queensland)

Eine rapide Erwärmung der Meere, die zunehmende Versauerung, Veränderung von Meereszirkulationen und die Ausweitung von toten Zonen in der Tiefsee sind die Hauptauswirkungen des Klimawandels, die in der Studie ausgemacht werden. Die Folge sind etwa der Verlust von Korallenriffen, die Schädigung von Seegräsern und Mangroven als "Kinderstube" für Fische, eine Abnahme der Fischbestände, Störungen in Nahrungskette und biologischen Zyklen sowie größere Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge bei marinen Organismen.

"Die Weltmeere sind krank", sagt Studienautor Ove Hoegh-Guldberg von der Universität Queensland in Australien. Etwa 30 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids wird von den Ozeanen absorbiert. Für "Herz und Lunge" des Planeten sei es, als ob "die Erde täglich zwei Schachteln Zigaretten rauchen würde". Auch sein Co-Autor John F. Bruno von der University of North Carolina in den USA warnt vor "fundamentalen und umfassenden Veränderungen in der Funktion mariner Ökosysteme". Der Klimawandel führe in den Ozeanen zu Prozessen, die seit Millionen von Jahren beispiellos seien.

Seit Beginn der Industrialisierung haben die Weltmeere bereits so viel Kohlendioxid aufgenommen, dass der Säuregrad des Wassers um 30 Prozent angestiegen ist. Erst kürzlich hatte ein internationales Wissenschaftlerteam im Magazin Nature veröffentlicht, dass sich die Meeresoberfläche deutlich erwärmt hat.

© wir-klimaretter.de/sam

 

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