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BP zahlt 20 Milliarden Dollar

Die amerikanische Regierung setzt British Petroleum - die Selbstbezeichnung lautet "Beyond Petroleum", übersetzt heißt das "nach dem Öl" - unter Druck. Kongressabgeordnete nahmen den Vorstandsvorsitzenden Tony Hayward in der Nacht zu Freitag bei einem sechsstündigen Kreuzverhör in die Zange. Henry Waxman von der Demokratischen Partei warf ihm vor, die Risiken ignoriert zu haben, die zur Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" im April führten. BP habe Gefahren in Kauf genommen, um Kosten zu sparen. Andere Abgeordnete nannten das Verhalten des Ölkonzerns "beschämend" und legten Hayward den Rücktritt nahe.

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Acht Wochen nach dem Sinken der Öl-Plattform "Deepwater Horizon" musste der BP-Chef US-Kongressabgeordneten Rede und Antwort stehen. (Foto: BP)

Auf den Tag genau acht Wochen nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" hatte sich der US-Präsident in einer Fernseh-Ansprache an die Nation gewandt. Es ist die erste Ansprache von Barack Obama aus dem Oval Office im Weißen Haus. Obama benutzte Worte wie "Krieg", "Angriff" und "Epidemie", versprach eine bevorstehende Reduzierung des in den Golf von Mexiko ausströmenden Öls "um 90 Prozent", kritisierte die jahrzehntelange amerikanische "Sucht nach fossilen Brennstoffen" und sprach von der Notwendigkeit, alternative Energiequellen zu entwickeln - freilich ohne das Wort "Klimawandel" in den Mund zu nehmen. Und ohne Inhalte und Termin für das längst überfällige Klimagesetz zu fixieren.

BP jedenfalls hatte dem Druck nicht Stand gehalten - und 20 Milliarden Dollar in einen Treuhänderfonds überführt, der für die Schäden aufkommen soll. Aufgebracht werden soll das Geld etwa durch eine Reduzierung der Rendite in den ersten drei Quartalen 2010. Allein aus dem ersten Quartal spart dadurch BP 2,5 Milliarden Dollar. Die Einzahlung in den Treuhandfonds wird auf drei Jahre gestreckt: Im dritten Quartal 2010 werden demnach drei Milliarden Dollarüberwiesen, im vierten Quartal zwei Milliarden Dollar. Bis Ende 2013 folgen  1,25 Milliarden Dollar vierteljährlich.

Die zweitgrößte europäische Ölgesellschaft hatte im ersten Quartal 2010 ihren Profit von 2,6 Milliarden Dollar auf 6,1 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) gesteigert. Aber das war vor dem Deepwater-Horizon-Debakel.

© wir-klimaretter.de/reni

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