UN-Anpassungsfonds bewilligt Projekte
Ein weiterer Fortschritt für den UN-Fonds zur Anpassung an Klimafolgen: Das Steuerungsgremium des Anpassungsfonds hat am Mittwoch bei seinem zehnten Treffen erstmals Entwürfe für konkrete Projekte in Entwicklungsländern bewilligt. Damit ist die konkrete Umsetzungsphase des internationalen Fonds mit Hauptsitz in Bonn eingeleitet, sagt Germanwatch-Klimaexperte Sven Harmeling.

Der Klimawandel hat mit Entwicklungsländern vor allem dort bereits spürbare Folgen wo er nicht verursacht wurde. (Foto: UNHCR)
"Viele Menschen in Entwicklungsländern befinden sich bereits heute an der Frontlinie der Auswirkungen des Klimawandels", sagt Harmeling. Dass der Anpassungsfonds nun konkrete Projekte zum Schutz vor Klimafolgen finanzieren kann, sei "ein wichtiger Schritt."
Hervorzuheben sei die Initiative des Senegal: Bereits im März war das Centre de Suivie Ecologique (CSE) als bisher einzige nationale Umsetzung von Anpassungsprojekten und -programmen akkreditiert worden. Angenommen wurde beim Treffen des Fonds-Gremiums in Bonn neben einem vom CSE eingereichten Projekt zum Schutz gegen den Anstieg des Meeresspiegels auch drei weitere Konzeptvorschläge, die vom UN-Entwicklungsprogramm umgesetzt werden sollen.
Die Bildung des internationalen Anpassungsfonds wurde bereits 1997 unter dem Kyoto-Protokoll festgelegt. Mehr zum jahrelangen Ringen um den UN-Adaptionsfonds können Sie hier nachlesen: Der Anpassungsfonds - Ein paar Euro gegen die Sintflut
© wir-klimaretter.de/sam
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