Biodiversitätsschutz zahlt sich aus
Investitionen in Ökosysteme schaffen Arbeitsplätze, fördern die Gesundheit der Menschen und bringen ökonomische Vorteile. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des UN Umweltprogramms Unep, die zum Internationalen Tag den Umwelt am 5. Juni 2010 vorgestellt wurde. Mehr als 30 Wiederherstellungsprojekte aus aller Welt wurden untersucht und exemplarisch aufgeführt: Im UN-Jahr der Biodiversität soll die Studie verdeutlichen, dass Artenschutz keine Bremse für wirtschaftliche Konjunktur und Entwicklung darstellt, sondern sich im Gegenteil auch wirtschaftlich lohnen.

Renaturieruung zahlt sich aus: Zum Beispiel hier, am Drakensberg Mountain in Südafrika (Bild: Wikipedia)
"Deshalb lohnen sich Investitionen in die Wiederherstellung der Naturgüter", sagter Achim Steiner, Chef des UN-Umweltprogramms Unep. Die Studie "The Economics of Ecosystems and Biodiversity", kurz TEEB, führt etwa die Renaturierung von entwerteten Gras- und Flusslandschaften in den Drakensberg Mountains Südafrikas auf. Positive Auswirkungen des Projekts sind etwa die Verbesserung der Wasserversorgung und der Kohlenstoff-Speicherung. Die Kosten dafür wurden mit ungefähr sechs Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren geschätzt. Demgegenüber stehen jedoch Rückflüsse in Höhe von sechs Millionen Euro jährlich und 300 dauerhafte Arbeitsplätze.
Der ökonomische Wert von Ökosystemen wird in der Studie genau beziffert: Allein die Bestäubungsleistung von Bienen für die Landwirtschaft wird in dem Papier mit 153 Milliarden US-Dollar jährlich beziffert. Bilanziert man die Leistungen der ökologischen Infrastruktur insgesamt, kommt man auf die unvorstellbare Summe von 72 Billionen US-Dollar (70.000.000.000.000) im Jahr.
Intakte Ökosysteme sorgen für saubere Luft, Wasser und Nahrung. Sie schützen vor Überschwemmungen und Sturm, dienen als Kohlenstoff-Senken und beherbergen die unzähligen Organismen, welche die Biodiversität unseres Planeten ausmachen. Die Wiederherstellung von Ökosystemen ist dabei rund 10mal teurer als ihr Erhalt, warnt die Studie.
©klimaretter.info/sima
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