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Vier Milliarden US-Dollar für den Waldschutz

Mehr als 50 Industrie- und Tropenländer haben am heutigen Donnerstag in Norwegen eine globale Partnerschaft zum Waldschutz unterzeichnet. Bis 2012 wollen Länder wie die USA, Großbritannien, Norwegen, Japan, Frankreich und Australien rund vier Milliarden US-Dollar für Maßnahmen gegen die Entwaldung zur Verfügung stellen. Deutschland will den internationalen Waldschutz nach Angaben des Bundesumweltministeriums mit 350 Millionen Euro unterstützen. 

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Ein Fünftel der weltweiten Emissionen entstehen durch Waldzerstörung. (Foto: Reimer)

"Maßnahmen gegen die zunehmende Entwaldung sind der schnellste und günstigste Wege zur Emissions-Reduktion", sagte Norwegens Premierminister Jens Stoltenberg bei der Osloer Klima- und Waldkonferenz. Die Vereinbarung zur Partnerschaft der Länder sei der Startpunkt für engere Kooperationen für den Waldschutz und sollen zum UN-Verhandlungsprozess um ein neues Klimaabkommen beitragen. An der Konferenz nehmen neben dem UN-Klimasekretariat auch das UN-Entwicklungs- und Umweltprogramm teil. Auch Weltbank und regionale Entwicklungsbanken sind vertreten, sowie Vertreter indigener Völker und der Zivilgesellschaft.

Rund ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen entstehen durch die Entwaldung. Im Vorfeld der Konferenz hatte bereits der indonesische Premier Yudhoyono ein zweijähriges Moratorium auf neue Genehmigungen zur Abholzung von Regenwaldflächen für neue Plantagen angekündigt.

Umweltschützer lobten den Vorstoß der Länder zum Waldschutz als wichtiges Signal, kritisierten jedoch, es sei nicht klar, woher die versprochenen Gelder kommen sollen: Das Waldschutzprogramm REDD könne zudem nur greifen, wenn es auch "Kontrollen und Sanktionen zum Schutz von Biodiversität und der Rechte Indigener beinhalte", sagt Greenpeace-Expertin Susanne Breitkopf. 

Mehr zum internationalen Waldschutz und dem UN-Waldprogramm REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) finden Sie HIER

© wir-klimaretter.de/sam


 

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