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BP gibt sich optimistisch

Seit 20 Uhr am Mittwochabend, deutscher Zeit, pumpten BP-Spezialisten eine Mischung aus Zement und Schlamm in das Bohrloch in mehr als 1.500 Meter Tiefe. Gut vier Stunden später meldete sich Tony Hayward, der Chef von BP, aus dem Kontrollzentrum zu Wort: "Bisher verläuft alles nach Plan", sagte Hayward mit unbewegter Mine. Der BP-Chef hatte zuvor erklärt, die Chancen auf einen Erfiolg stünden bei 60 bis 70 Prozent. Nun sagte er: "Wir werden das noch mindestens 24 Stunden fortsetzen. Frühestens dann werden wir wissen, ob wir erfolgreich waren."

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BP überträgt via Internet, was zu übertragen ist: Hier quillt noch Öl. (Foto: BP)

Das heißt: Frühestens am heutigen Abend wird sich herausstellen, ob "Top Kill" erfolgreich war. Bis zu den Morgenstunden europäischer Zeit pumpte BP bis zu 8.000 Liter Schlamm pro Minute in das Bohrloch. Das Verfahren war noch nie in solch großer Tiefe angewandt worden: Die Druckverhälnisse sind hier ganz anders. Zudem lagen keine exakten Angaben vor, wie viel Öl denn nun tatsächlich aus dem Loch ausstritt. Geht alles gut, stoppt der Gegendruck der Dichtmasse das aufsteigende Öl, der "Kill" wäre erfolgreich. Falls nicht, wird der Abdichtkopf noch weiter beschädigt. Im schlimmsten Fall flösse dann noch mehr Öl in das Meer.

Obama reagiert - mit verschärften Auflagen für Tiefseebohrungen

Knapp fünf Wochen nach Sinken der Ölplattform Deepwater Horizont gerät US-Präsident Barack Obama immer mehr unter Druck. Republikanische Südstaatensenatoren forderten vom Präsidenten, BP die Führung der Notmaßnahmen zu entziehen und stattdessen die US-Army zum Einsatz zu bringen. Offenbar aber hat die nicht annähernd das Knowhow von BP. Unter dem Druck will Obama heute das tun, was er tun kann: schärfere Aufsichtspflichten für Tiefseebohrungen vorstellen. Der Präsident hatte das Moratorium für Offshore-Ölförderung gerade erst aufgehoben - in der Hoffnung, dass die Republikaner angesichts dieser Konzession im Senat dem US-Klimagesetz zustimmen.

Hier überträgt BP per Webcam live vom Meeresboden

Und hier geht es zur "Aktion des Monats," die einen Stopp von Tiefseebohrungen fordert

© wir-klimaretter.de/reni

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