US-Politiker wollen "Atlantis" stilllegen
19 US-Kongressabgeordnete der Demokraten wenden sich in einem offenen Brief an die Behörde für Mineralienförderung und fordern, den Betrieb der BP-Ölplattform Atlantis vorerst zu stoppen. Es habe durch einen anonymen Insider Hinweise auf mögliche Sicherheitsprobleme gegeben.

Nach dem Sinken der "Deepwater Horizon" wird auch der Betrieb der BP-Plattform "Atlantis" kritisch gesehen. (Foto: BP)
Aufgrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hatte die US-Regierung zunächst Genehmigungen für neue Offshore-Projekte in Tiefwassergebieten ausgesetzt. Allerdings dürfen bereits laufende Projekte ihren Betrieb bislang ohne Einschränkung fortsetzen. Die Plattform Atlantis bohrt in über 2.000 Metern Wassertiefe und damit nochmal deutlich tiefer, als die havarierte Deepwater Horizon (1.500 Meter).
Bereits im März habe es anonyme Hinweise an die Behörde gegeben, dass BP Sicherheitsauflagen auf der Ölplattform nicht einhalte und für die Genehmigung notwendige Unterlagen nicht verfügbar wären. Die Abgeordneten fordern, dass die Behörde den weiteren Betrieb der Atlantis zunächst unterbindet und weitere Nachforschungen anstellt.
Unterdessen erreichte der Ölteppich die Küste von Louisiana und treibt weiter Richtung Florida. Bislang wurde die Küste weitgehend vom Öl verschont, die Lage bleibt aber dramatisch.
In London protestierten heute Greenpeace-Aktivisten vor der BP-Zentrale gegen die Politik des Konzerns. Neben den Tiefseeförderungen kritisiert Greenpeace den Abbau von Teersand in Kanada durch BP. Greenpeace ruft weiterhin dazu auf, Vorschläge für ein alternatives BP-Logo einzureichen - das bisherige grüne Logo vermittle ein falsches Image.
© wir-klimaretter.de/hb
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