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BP beschwört den Wettergott

Der britische Ölkonzern BP beschwört den Wettergott: Die Vorhersage der Meteorologen sei "recht gut", erklärte BP-Manager Doug Suttles, möglicherweise könne am heutigen Dienstag wieder mit dem Absaugen von Öl durch Spezialschiffe im Golf von Mexiko begonnen werden. Wilde See hatte das in den letzten Tagen unmöglich gemacht. Man hoffe außerdem, erneut Öl auf See abfackeln zu können. Suttles wies gegenüber der dpa Berichte als "unzutreffend" zurück, wonach durch das Schließen einer Sicherheitsvorrichtung der Ausfluss des Öls verringert worden sei. Zu gut deutsch: die schwarze Brühe ergießt sich weiter ins Meer.

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Von links strömt der Mississippi ins Meer, von rechts droht die Ölpest. (Foto: NASA)

Brandbekämpfer wie Ture Schönebeck bezweifeln, dass das Abfackeln tatsächlich wirkungsvoll ist. "Einen Ölteppich in der Größe vollständig anzuzünden, ist physikalisch unmöglicht", erklärte Schönebeck gegenüber der Frankfurter Rundschau. Je weiter sich das Öl ausbreite, umso dünner werde der Ölfilm - und damit um so schwerer entzündlich.

Unterdessen ist in den USA eine Debatte über die Ölförderung in Küstennähe entbrannt. Der Senat kündigte ein neues Gesetz an, das die Haftung für Folgeschäden von Ölverschmutzungen im Meer kräftig erhöhen soll. Künftig sollten die fördernden Unternehmen mit bis zu 7,6 Milliarden Euro für Folgeschäden haften, heißt es in einem Gesetzesentwurf.

Der Energiekonzern BP, der die gesunkene Bohrinsel betrieb, hatte die Übernahme sämtlicher Kosten für Reinigung und Schadenersatzansprüche angekündigt. Vor einer Woche hatte BP einen neuen Rekordgewinn bekannt gegeben.

 

© wir-klimaretter.de/reni

 

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