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Die nächste Bedrohung für den Regenwald

Der Ausbau der Palmölproduktion könnt zur ernsthaften Bedrohung des Amazonas-Regenwalds werden, warnen Forscher aus den USA und Panama. In Brasilien sind gigantische Flächen für den Anbau geeignet.

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Palmöl kommt derzeit vor allem aus Indonesien (2008: 19,7 Millionen Tonnen) und Malaysia (2008: 17,4 Millionen Tonnen) und ist das weltweit am meisten verarbeitete Pflanzenöl. Genutzt wird es unter anderem als Nahrungsmittel, in der Kosmetik oder als Biokraftstoff, der in westlichen Industrieländern zunehmend nachgefragt wird. Meist handelt es sich bei der landwirtschaftlichen Nutzfläche um ehemaligen tropischen Regenwald, der zu den artenreichsten Lebensräumen der Welt zählt.

Das Amazonas-Becken könnte künftig eine wesentlich größere Rolle für den Anbau von Ölpalmen spielen, warnen die Forscher im Online-Journal Tropical Conservation Science. 2008 wurden in Brasilien laut Studie 110.000 Tonnen Palmöl produziert. Temperaturen, Niederschläge und die Beschaffenheit des Bodens sind jedoch für den Anbau gut geeignet: Während in Indonesien und Malaisia 617.000 und 146.000 Quadratkilometer Fläche für die Plantagen infrage kommen, eignet sich in Brasilien eine Fläche von 2.283.000 Quadratkilometern für den Anbau.

Die Forscher warnen, dass bereits jetzt politische und wirtschaftliche Weichen für eine Ausweitung des Anbaus gestellt werden. Die brasilianische Regierung feile etwa an einer Gesetzesnovelle, die Palmöl-Plantagen den Status eines bewirtschafteten Waldes verleihen soll. Bisher müssen Landbesitzer mindestens 80 Prozent desWaldes auf ihren Grundstücken erhalten. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums könnte das die Anbaufläche bereits um das Hundertfache steigern. Auch Malaysische Produzenten hätten bereits verstärkt Projekte in Brasilien angekündigt.

Die Studie "Is oil palm the next emerging threat to
the Amazon?" finden Sie HIER

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