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Ostsee-Fische leiden unter warmem Wasser

Die Erwärmung des Wassers durch den Klimawandel gefährdet die Fischbestände in der Ostsee. Das geht laut Medienberichten aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Demnach ist der Hering besonders gefährdet.

BildHeringe – hier in einem Aquarium – kommen nicht gut mit dem wärmeren Wasser klar. (Foto: Coco Chantre/​Flickr)

Seit dem Jahr 1990 hat sich die Oberflächentemperatur der Ostsee um 1,5 Grad erhöht, wie das Ministerium mitteilte. Es sei zu befürchten, dass sich die Fischarten dem Klimawandel nicht schnell genug anpassen können. Wenn es weniger Heringe gibt, habe das auch Folgen für andere Fischarten, Meeressäugetiere und Seevögel.

Die Folgen für die Fischerei sind laut dem Ministerium in der Ostsee gravierender als in der Nordsee. Erstens seien in der Ostsee die Fischbestände anfälliger und zweitens gebe es dort weniger Möglichkeiten, Verluste durch den Fang anderer Fischarten auszugleichen.

Allerdings ist auch die Nordsee bereits vom Klimawandel betroffen: Ebenfalls nach Informationen des Umweltministeriums leben dort jetzt schon andere Arten als vorher: Der Kabeljau sei bereits weiter nach Norden in kältere Gefilde gezogen. Dafür gebe es mehr Fischarten, die eigentlich nur südlicher vorkommen, den Roten Knurrhahn etwa oder Sardellen. Die deutsche Nordsee hat sich in den vergangenen 45 Jahren um 1,67 Grad Celsius erwärmt – doppelt so schnell wie die Ozeane weltweit.

klimaretter.info/fme

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