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Gartengeräte immer noch zu schmutzig

Mit Frühlingsbeginn fängt auch wieder die Gartenarbeit an. Doch viele der Geräte mit Verbrennungsmotor – wie Motorkettensägen, Rasentrimmer, Freischneider – stoßen deutlich mehr giftige Abgase aus als zulässig. Um bis zu 600 Prozent werden dabei die Grenzwerte für Kohlenwasserstoff und Stickoxid überschritten. Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nun ermittelt hat, kommen nur in zwei von 16 Bundesländern die Behörden ihrer gesetzlichen Kontrollpflicht nach.

BildWenn der Rasentrimmer trimmt, wird es nicht nur laut, sondern oft auch ziemlich giftig. (Foto: Sacks08/​Flickr)

"Nur in Bayern und Hessen können die Bürger auf ein gewisses Tätigwerden der Marktüberwachungsbehörden hoffen", so die DUH. "Diese Länder haben Verwaltungsverfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die gegen gesetzliche Vorgaben verstießen." Bayern und Hessen bekamen deshalb in der Untersuchung der Umwelthilfe eine "Grüne Karte". Im Vorjahr hatten noch drei Länder eine "Grüne Karte" erhalten: Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

"Roten Karten" erhielten diesmal sechs Bundesländer: Berlin, Schleswig-Holstein, Thüringen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Dort hatten die Behörden weder Bußgelder verhängt noch überhaupt Kontrollen durchgeführt.

Die DUH überprüft seit drei Jahren, ob und wie die zuständigen Länderbehörden die Einhaltung der Immissionsschutzgesetze bei mobilen motorbetriebenen Gartengeräten kontrollieren. "Wir brauchen endlich wirksame Kontrollen der amtlichen Marktüberwachungsbehörden", forderte DUH-Chef Jürgen Resch.

klimaretter.info/vk

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