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Wetterphänomen El Niño ist vorbei

Das Wetterphänomen El Niño ist nach über einem Jahr endlich vollständig abgeklungen. Das hat die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA gemeldet. Insgesamt 15 Monate lang sorgten veränderte Meeresströmungen im Pazifik für Rekordtemperaturen, Dürren und Starkregen in Teilen Afrikas, Indien und Mittelamerika. Allein auf dem afrikanischen Kontinent sind laut Welthungerhilfe mehrere Millionen Menschen von Hunger durch Missernten und Wassermangel bedroht.

BildVeränderte Strömungen im Pazifik führen bei einem El Niño zu starken Wetterextremen, von denen Millionen Menschen betroffen sind. (Foto: SvG/Wikimedia Commons)

Das natürliche Wetterphänomen El Niño verstärkt die globale Erwärmung und hat laut Wetter- und Klimaforschern auch dazu beigetragen, dass es im Jahr 2015 außergewöhnliche viele Temperaturekorde gab. Hinzu kommt, dass der aktuelle El Niño einer der stärksten seiner Art seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Ab Herbst rechnen die Meteorologen der US-Wetterbehörde dann zu 75 Prozent mit seinem Gegenpart La Niña. Das La-Niña-Phänomen bringt feuchteres Wetter in Nordaustralien und mehr Monsun-Regen im Nordwesten Indiens. Trockener wird es an der Westküste Süd- und Zentralamerikas sowie in Nordamerika.

Bei einem El Niño erwärmt sich die Oberfläche in einem Teil des tropischen Pazifiks monatelang mindestens um ein halbes Grad Celsius. Das führt zu einer Umkehrung der Strömungsrichtung. Die dann von Südostasien nach Südamerika fließenden riesigen Mengen warmen Wassers können in großen Teilen der Erde Wetterextreme hervorrufen. Außerdem ist die globale Temperatur durch den El Niño oft besonders hoch. Bei La Niña hingegen sinken die Temperaturen, da kühle Meeresströmungen die Oberhand gewinnen. 

klimaretter.info/sg

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