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El Niño klingt ab

Das Wetterphänomen El Niño hat seinen Höhepunkt überschritten. Das hat die Weltorganisation für Meteorologie mitgeteilt. Es sei zwar immer noch stark, werde aber über die kommenden Monate abnehmen, so die "UN-Wetterfrösche". Vorbei ist der El Niño demnach voraussichtlich im zweiten Quartal des Jahres.

BildBeim El Niño kehren sich warme Strömungen im Pazifik um. (Foto: Nick Reimer)

Herrschen El-Niño-Bedingungen, ist die Oberfläche in einem Teil des tropischen Pazifiks monatelang mindestens ein halbes Grad Celsius wärmer als sonst, woraufhin sich die Strömungsrichtung – normalerweise von Peru nach Indonesien – umkehrt. Die dann von Südostasien nach Südamerika fließenden riesigen Mengen warmen Wassers können in großen Teilen der Erde Wetterextreme hervorrufen. Außerdem ist die globale Temperatur einige Monate nach einem El Niño oft besonders hoch. Die Strömungsänderung tritt alle drei bis sieben Jahre auf. El Niño ist kein Phänomen der globalen Erwärmung, er verstärkt sie und ihre Folgen aber zumindest temporär.

Der derzeitige El Niño ist sogar besonders stark: Die Temperatur an der Oberfläche der betreffenden Pazifikregionen war mehr als zwei Grad höher als im Durchschnitt. "Wir haben gerade einen der stärksten El Niños überhaupt erlebt", sagte WMO-Chef Petteri Taalas. "Er hat zu extremem Wetter auf allen Kontinenten geführt", so der Meteorologe. In Südamerika und Ostafrika habe es beispielsweise Stürme und Fluten gegeben, unter denen die Regionen immer noch litten. Im südlichen Afrika, in Teilen der USA und weiteren Regionen der Welt herrsche hingegen Dürre. Taalas warnte: "Aus meteorologischer Sicht nimmt der El Niño nun ab, seine Folgen werden aber noch viele Monate lang fortdauern."

klimaretter.info/scz

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