Eine Million Franzosen ohne Strom

Die nördliche Hemisphäre der Erde erlebt derzeit eine ungewöhnliche Hitzewelle. Die Temperaturen liegen durchschnittlich um 1,2 Grad Celsius über dem Referenzwert des Zeitraums zwischen 1970 und 2000. In Europa sind besonders Frankreich, die Niederlande und Großbritannien betroffen. Das zeigen die Daten der National Centers for Environmental Prediction (NCEP). Die US-Wetterbehörde spricht von einer "Temperaturanomalie".

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Die aus Daten der US-Wetterbehörden zusammengestellte Karte zeigt Hitzewellen über Westeuropa und Mittelasien. Die globalen Temperaturen am heutigen 1. Juli waren um 0,62 Grad Celsius wärmer als im Referenzzeitraum 1979 bis 2000, auf der Nordhalbkugel sogar um 1,16 Grad. (Grafik: climatereanalyzer.org)

In Frankreich stieg das Thermometer bereits am gestrigen Dienstag an der Atlantikküste auf mehr als 40 Grad. Für den Monat Juni ist das ein Höchstwert. Es kam zu flächendeckenden Stromausfällen. Nach Angaben des französischen Netzbetreibers RTE waren zeitweilig fast eine Million Haushalte ohne Strom. Auch andere Landesteile verzeichneten heute Rekordtemperaturen: 39 Grad in Paris, 38 Grad in Limoges in Zentralfrankreich, 37 Grad in Nantes im Westen des Landes. In knapp der Hälfte aller rund 100 französischen Departements herrschte die zweithöchste Wetter-Alarmstufe.

Bei einer Hitzewelle im Sommer 2003 waren in Frankreich 19.000 Menschen ums Leben gekommen. Die aktuelle Hitzeperiode soll noch die ganze Woche über andauern.

klimaretter.info/vk

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